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Waldgras aus Japan


  02.01.2017 - Das gelbgrüne Japanwaldgras (Hakonechloa macra ‘Aureola’) sprang mir zum ersten Mal im Senkgarten von Karl Foerster in Potsdam-Bornim ins Auge. Mit der Keramikkugel daneben bildete das an Bambus erinnernde Gras einen spannungsvollen Kontrast.

Derart inspiriert pflanzte ich auf unseren Staudenbeeten zwischen Wohnhaus und Fachwerk-Café mehrere Exemplare, die das creme-gelb-grüne Farbspiel von Frauenmantel, Funkien und Rispenhortensie wundervoll ergänzten. Im Herbst 2014 schrieb Jonas Reif, der verantwortliche Redakteur der Zeitschrift „Gartenpraxis“, einen ausführlichen Beitrag über seine Erfahrungen mit dem Japanwaldgrad. Trotz akuter Flugangst war er vor allem wegen dieses Grases nach Japan geflogen - beeindruckend. Sehr aufmerksam las ich folglich seinen Beitrag, in dem er über seine Begeisterung vor allem für die grüne Stammform des Grases (Hakonechloa macra) schrieb: Anfangs erfreute er sich an dessen Üppigkeit und den frisch grünen Blättern, die an drahtigen, braunen Halmen sitzen. Zunehmend aber lernte er den Ganzjahresaspekt der Pflanzen schätzen. Das frische Grün bleibt nämlich vom Austrieb Ende März/Anfang April bis weit in den Oktober erhalten, ergibt ungewöhnliche Farbkontraste zu den dann schon längst in Herbstfärbung stehenden Stauden und Gehölzen. Wenn diese entlaubt sind, beginnt sich das Japanwaldgras zunächst gelb, später orangebraun zu färben. Die Lobeshymne von Jonas Reif machte Eindruck, sodass ich die gelben Japanwaldgräser auf dem Hof um eine große Kübelbepflanzung ergänzte – mit der grünen Variante direkt neben der Küchentür. Hier nun habe ich das Gras ebenfalls schätzen gelernt: Trotz des Wintereinbruchs im November und den damit verbundenen starken Schneefällen hat es sich wieder gut aufgerichtet. Die orange-beige Farbgebung ist in den letzten Wochen -  mild und feucht - nicht verloren gegangen. Allerdings haben sich die Narzissen, die ich dem Gras zur Seite gepflanzt hatte, nicht behaupten können. Beim Wiederlesen des Zeitungsartikels von Jonas Reif entdecke ich, dass er die gleiche Erfahrung gemacht hat. Elfen-Krokusse und auch Schachblumen allerdings, so schreibt er, würden sich durchsetzen. Um die werde ich das geschätzte Gras demnächst ergänzen. Ein schöner Ausblick!

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer montags in der SVZ.




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