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Vom Wert alter Bäume


  27.03.2017 - Jüngst war eine frühere Bekannte aus meinem Dorf zu Besuch. Bei einer Tasse Tee beklagte sie, dass die Menschen zu schnell Hand anlegten an Bäume.

Falls die nicht mehr ins Gartenbild passten, würden sie schnell mal gefällt. Ich konnte ihren Unmut verstehen, denn als Gärtnerin weiß ich nur zu gut, dass es Jahrzehnte braucht, bis ein stattlicher Baum heran gewachsen ist.
„Das Kapital eines jeden Grundstücks sind seine Bäume“, hat mich ein von mir verehrter Gärtner gelehrt. Das ist mir zum Leitfaden geworden. Als wir unser Grundstück vor über zwanzig Jahren übernahmen, fanden wir eine stattliche Kastanie und zwei in die Jahre gekommene Kirschbäume vor. Letztere haben kräftige ausladende Äste und wenn es stürmt, treibt uns schon mal die Sorge um, ob die Bäume dem Ansturm trotzen werden. Die Kirschen haben wir deshalb fachmännisch mit Seilen gesichert und so für Entlastung gesorgt. Zu den drei Solitären sind für die beiden Söhne eine Walnuss und eine Süßkirsche und auf der Streuobstwiese 20 Obstbäume gepflanzt worden. Die entfalten seit ein paar Jahren eine wohltuende Atmosphäre. Dort unter Bäumen zu sitzen, lässt einen zur Ruhe kommen, öffnet den Blick für die Schönheit der Natur, gibt eine Kraft, die im Irdischen wurzelt. Gartenpoet Karl Foerster hat das einmal in folgende Worte gefasst: „Wir brauchen im Garten, am Haus oder in nächster Nachbarschaft ein paar alte Bäume, wenn unser tägliches Lebensgefühl nicht unter seiner natürlichen Höhe und Kraft bleiben soll."

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer montags in der SVZ.




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