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Ein Stückchen Anarchie


  29.05.2017 - Dem Bereich am Südgiebel unseres Hauses gaben wir in den letzten Wochen ein neues Aussehen.

Nachdem wir im Herbst der sich breit machenden Wildnis den Garaus bereitet haben – ich berichtete an dieser Stelle – wurden drei formale Beete angelegt und der Weg mit Vlies und Kieselsteinen gefüllt. Auf den Beeten hatte ich nach dem Entfernen aller Pflanzen Komposterde und eine dicke Schicht geschredderten Laubs ausgebracht. Im Frühjahr wurden die Beete nach einem Vorschlag meiner Lieblings-Staudengärtnerin bepflanzt. Echter Wurmfarm (Dryopteris filix-mas), Breitlaubige Wald-Marbel (Luzula sylvatica ‘Tauernpass’), Waldschmiele (Deschampsia cespitosa ‘Goldschleier’), Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia), die zwei Mal blühende Zwerg-Taglilie (Hemerocallis ‘Stella d’Ora’), gelb berandete Funkien (Hosta), Sonnenauge (Heliopos), Goldrute (Solidago rugosa) und Waldgeißbart (Aruncus) aus eigenen Beständen und die sich versamende Stengelumfassende Gelbdolde (Smyrnium perfoliatum) sollen zu einer weiß-gelb blühenden Bepflanzung zusammen wachsen.
In den letzten Tagen nun schoben sich zwischen den frisch gepflanzten Stauden apart ein paar Stengel vom Echten Salomonsiegel (Polygonatum odoratum) durch die Erde. Die trockenheitsverträgliche Schattenstaude hat allen Erdarbeiten und Umgestaltungen getrotzt und ihr schon früher bewiesenes Durchsetzungspotential  gegenüber Silberblättriger Goldnessel und Riesensegge einmal mehr unter Beweis gestellt. Die Salomonsiegel entfernen, weil sie nicht ins neue Bepflanzungskonzept passen? So eine rigorose Gärtnerin bin ich dann doch nicht. Ich bestaune mal wieder das Beharrungsvermögen einer Pflanze, die sich nicht so leicht vertreiben lässt. Freue mich auf die cremeweißen Blütenglöckchen, die wunderbar in das Farbkonzept an dieser Stelle passen. Und sage mir: Ein Stückchen Anarchie kann - ja sollte vielleicht sogar - immer sein!

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer montags in der SVZ.




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