Startseite Gartencafé Gartenkultur Gartenreisen Gartenbücher Gartenbilder Gartenkolumne in der SVZ Medien über uns Gartenbrief Kontakt Anfahrt Impressum


Sonntagsgrün Surftipps:

News


Lobrede auf das Brandkraut


  20.06.2017 - Bei einem Besuch in Feldberg vor Jahren war es mir das erste Mal ins Auge gefallen.

Auf mehreren öffentlichen Grünflächen zog das Brandkraut (Phlomis russeliana) mit seinem apfelgrünen Laubteppich, seinen filzig beharrten, großen herzförmigen Blättern und seinen hellgelben Blütenquirlen die Blicke auf sich. Später bemerkte ich in einem Gutshauspark, dass die Fruchtstände ein schöner, haltbarer Schmuck im winterlichen Garten und daher für Vögel eine wichtige Futterquelle sind. Was lag also näher, als die eigentlich in Syrien und der Türkei beheimatete Pflanze in den eigenen Garten zu integrieren? Als unser Vorgarten überarbeitet wurde und dort ausschließlich weiß und gelb blühende Stauden in den Boden kamen, wurde das Brandkraut gepflanzt. Der sonnige Standort, an dem die Pflanzen auch Trockenphasen meistern müssen, kommt dem Lippenblütler gerade recht. Zwar dauerte es eine Weile, bis sich Phlomis russeliana etabliert hatte. Doch inzwischen behauptet es neben konkurrenzstarken Nachbarn wie dem gelben Sonnenauge, ein Mitbringsel meiner Mutter, dem Garten-Reitgras (Calamagrostis x acutiflora ‘Karl Foerster’), einer kleiner Goldrute (Solidago rugosa ‘Fireworks’) und Johanneskraut (Hypericum androsaemum) seine Plätze. In diesem Frühjahr erlebte ich erstmals seinen fleißigen Ausbreitungsdrang durch Selbstaussaat, doch der ist durch regelmäßige Kontrollgänge in den Griff zu bekommen. In diesen Tagen öffnen sich an kräftigen Stängeln die in Etagen sitzenden Blütenquirle und wieder einmal begeistere ich mich für das Brandkraut. Und denke zugleich darüber nach, auch die zarter wachsende lilarosa Form (Phlomis tuberosa) in meinen Garten zu holen.

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer montags in der SVZ.




Weitere News:
» Elegante Schönheit
» Vom Mut zum träumen
» Moment mal: Endspurt in der Gartensaison
» Späte Blüten für Bienen
» Moment mal: Blumenzwiebeln zuhauf beim Markt

Sonntagsgrün Buchtipps

Ein Garten mit vielen Stimmungen
Februar 2012
Der Garten in Landsdorf ist ein Geheimtipp in Mecklenburg-Vorpommern. Die Autorin schildert detailliert, wie der einstige Gutsgarten nach jahrzehntelanger Verwahrlosung zu seiner heutigen Schönheit gefunden hat.
weitere Infos
Offene Gärten zwischen Müritz und Usedom
September 2011
Faszinierend und inspirierend präsentieren sich 23 "Offene Gärten" zwischen Muritz und Usedom in diesem opulenten Text-Bildband. Jeder Garten bietet fantastische Ansichten und interessante Geschichten leidenschaftlicher Gärtner.
weitere Infos
Offene Gärten in Mecklenburg
März 2009
Eine liebevoll zusammengstellte Reise durch das BUGA-Land Mecklenburg-Vorpommern. Fünfundzwanzig dieser mecklenburgischen Refugien eröffnet dieser Text-Bildband dem Leser und Betrachter.
weitere Infos

 

Sonntagsgrün  |  Beate Schöttke-Penke  |  Alte Dorfstraße 5  |  19069 Drispeth  |  Telefon: 03867-6508  |  E-Mail: info@sonntagsgruen.de