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Kleinblütiger Klettermaxe


  29.09.2017 - Im Garten Konrad Näsers, der noch bei Karl Foerster die Staudenzüchtung erlernt und später geleitet hat, erwarb ich vor vier Jahren die Clematis ‘Mrs. Robert Brydon’.

Bei dem Gartenbesuch in Potsdam-Bornim war mir die helllavendelblau und überreich blühende Stauden-Waldrebe ins Auge gefallen und der Kauf der Pflanze, so dachte ich mir, würde mich immer an den mich beeindruckenden Gärtner erinnern. Das tut sie seitdem auch. Aus dem Mitbringsel ist ein schönes Exemplar geworden, das völlig unkompliziert in der Pflege ist. Der hochwüchsige Spreizklimmer muss lediglich alljährlich im Frühjahr auf die verholzende Stängelbasis zurück geschnitten werden. Vertragen werden sowohl sonnige, als auch absonnige und halbschattige Standorte. Bis zu 2 Meter hoch wächst die Clematis an unserer Hauswand. Auch bei ihr gilt: Kühle Füße, sonniger Kopf. Der Wurzelbereich der Pflanze liebt den Schatten, wird bei uns von Bergenien umspielt, während die Triebe und Blüten sich der Sonne entgegen strecken. ‘Mrs. Robert Brydon’ ist anlehnungsbedürftig, braucht also Sträucher oder Klettergerüste zum Durchwachsen. In Hanglagen kann sie auch gut als Bodendecker verwandt werden. Die Blüten erscheinen seit dem August und noch bis Oktober an bis zu 80 Zentimeter langen Blütenrispen. Zwar sind die Einzelblüten unter fünf Zentimeter groß. Doch im Ausgleich zu ihrer geringen Größe erscheinen sie in übergroßer Pracht.
Kürzlich war ich übrigens wieder im Garten von Dr. Konrad Näser. Wieder zog Stauden-Waldrebe meine Blicke auf sich. Und ich freute mich einmal mehr, dass sie auch meinen Garten ziert.

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer montags in der SVZ.




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