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Rätselraten um Pflanzen


  13.11.2017 - Der Ableger war aus Friedrichsthal in einen Garten nach Wüstmark gegeben worden, von dort bekam ich nun ein Stück.

Es sollte sich um die einzige Züchtung der Pyrenäenaster, also Aster pyrenaeus Lutetia, handeln, so die mitgelieferte Information. Da ich alle Neukäufe und Pflanzengeschenke für meinen Garten in einem inzwischen dicken Ordner notiere, freute ich mich, dass das Kind auch einen Namen hatte. Den nannte ich jedem, der es wissen wollte. Bis eine Gartenfreundin in diesem Herbst vor der gerade erblühten Staude stand und meinte, nein eine Pyrenäenaster könne das auf keinen Fall sein. Leider versäumte ich, ihre Behauptung zu hinterfragen. Doch der Zweifel war gesät. In der Tat hatte meine Aster keinen leicht überhängenden Wuchs, wodurch sich die Pyrenäenaster auszeichnet. Meine Staudengärtnerfreundin, über deren Asternkenntnis gerade eine Zeitschrift berichtet hatte, wusste die Pflanze einzuordnen. Es handelt sich um eine Wild-Aster (Aster ageratoides Asran). Diese hat einen perfekten halbkugeligen Wuchs, sehr gesundes Laub, die hellvioletten Blüten entfalten sich aus dunklen Knospen auf gut verzweigten Blütenständen – alles so wie bei meinem Exemplar. Staudengärtner bescheinigen der Asternart eine besondere Robustheit, Wüchsigkeit und Trockenheitsresistenz. Eigenschaften, die sie für schwierige Standorte interessant machen und mich überlegen lassen, wo genau ich sie in meinem Garten einsetzen werde.
Nun mögen Sie sich fragen, warum es mir so wichtig ist, neue Pflanzen mit ihrem Namen zu kennen. Da möchte ich gern mit dem tschechischen Schriftsteller und Gartenliebhaber Karel Čapek antworten: „Eine namenlose Blume ist Unkraut. Eine Blume mit einem lateinischen Namen ist dagegen in den Stand der Fachkenntnis erhoben.“

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer montags in der SVZ.





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