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Sie pflegt die Blumen. Er den Rest?
Unterwegs zu vier gärtnernden Paaren
Reisetermin: 11. Juli 2010
Vita Sackville-West und Harold Nicolson sind für gärtnernde Ehepaare vielleicht die berühmtesten Vorbilder. Mit ihrem beeindruckenden Garten Sissinghurst in England haben sie ein Refugium geschaffen, das heute in aller Welt bekannt ist. Sie sind auch ein Beispiel dafür, wie leidenschaftlich, kooperativ und inspirierend Paare auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten können. Doch warum in die Ferne schweifen? Auch in Mecklenburg gibt es gärtnernde Paare, die über Jahre ihre grünen Oasen zu etwas Besonderem gestaltet haben. Vieren von ihnen wollen wir einen Besuch abstatten. Wir lernen passioniere Gärtner kennen. Wir erleben Paare, für die das private Refugium zu einem Ort gemeinsamen Arbeitens und Landlebens geworden ist. Und wir schlendern außerdem durch Gärten, in denen die Vorlieben ihrer Besitzer eine klare Sprache sprechen.

Mathilde und Erwin Wilken empfangen uns in ihrem heiß geliebten Garten in Bakendorf.
Foto: Christian Lehsten
Reisetag-Verlauf:
Als erstes Paar begrüßen uns Mathilde und Erwin Wilken in Bakendorf. Sie haben mit ihrem „Haus Botanica“ ein sehr intimes Gartenrefugium geschaffen. Fast 500 verschiedene Gehölze sind gepflanzt und facettenreich mit Stauden ergänzt worden. Die botanischen Besonderheiten haben die Wilkens in eigens arrangierten Gartenzimmern in Szene gesetzt. Zwanzig verschiedene Räume sind auf diese Weise in den letzten Jahren entstanden. Und das Planen und Pflanzen geht weiter…
Bei unserem Gartenrundgang werden uns Mathilde und Erwin Wilken Einzelheiten über ihre botanischen Raritäten vermitteln. Und wie aus jeder bescheidenen Knospe eine bezaubernde Blüte entstehen kann, so können wir miterleben, dass das Gärtnern bei dem Paar „aus unbedeutenden Anfängen zur Leidenschaft, wenn nicht sogar zur Sucht geworden ist“.
Auch unsere zweite Reisestation verspricht eine spannende Begegnung. Maren und Herbert Riege sind eigentlich Städter. Groß geworden in Hamburg haben sie lange Jahre in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas, gelebt. An eine Verwurzelung – im wahren Sinne des Wortes -- war nicht zu denken. Im mecklenburgischen Woitendorf leben sie nun das Gegenprogramm. Sie haben eine kleine Landwirtschaft mit Galloways und Federvieh. Und sie pflegen leidenschaftlich einen Garten, in dem sie Obst und Gemüse für den eigenen Verbrauch anbauen. Da sich das Ehepaar gerne die Gärten anderer Leute anschaut, empfangen sie auch uns mit offenen Armen. Eingeladen sind wir zunächst zu einem sommerlichen Mittags-Buffet mit Köstlichkeiten aus dem eigenen Anbau. Danach ist ein ausführlicher Gartenrundgang geplant.

Malerische Gartensituationen wollen entdeckt sein. Foto: Beate Schöttke-Penke
Unser Reisetag führt uns dann nach Stove zu Pia und Olaf Hoppe. Ihr reetgedecktes Bauernhaus mit Rauchfang ist seit 1985 zu einem einmaligen Zuhause gestaltet worden. Umgeben ist es von einem sehenswerten Rosen- und Kunstgarten mit altem Baumbestand und einem 200 jährigen Brunnen. Natürlich kann das Paar über seine Rosenfavoriten genauestens Auskunft geben. Bei unserer Führung werden wir jedoch feststellen, dass der Garten nicht nur Freizeitbeschäftigung ist. Rosenblüten bestimmen beispielsweise viele großformative Gemälde in der hauseigenen Galerie. Olaf Hoppe wird uns davon überzeugen, dass er in Fachkreisen zu Recht als einer „der besten Holzschneider in Deutschland“ bezeichnet wird. Und wir werden auch davon hören, dass sich das Ehepaar einmal im Monat besondere Gäste einlädt…
Wir beschließen unseren Reisetag bei unserer Reiseleiterin, die mit ihrer Familie seit fünfzehn Jahren in Drispeth wohnt. Nachdem die Büdnerei saniert und die Fachwerkscheune neu aufgebaut wurden, steht nun bei Beate Schöttke-Penke und Dietmar Schöttke die Weiterentwicklung des Gartens im Vordergrund. Der enthält auf dem Hof sowohl einen Nutzgarten als auch zahlreiche Staudenbeete. Eine Streuobstwiese mit alten Obstbaumsorten schließt sich an. Das gemeinsame Arbeiten im und am Garten ist bei dem Paar in den letzten Jahren zu einem immer wichtigeren Thema geworden. Das wird deutlich bei einem gemeinsamen Abendessen in der Fachwerkscheune.
Teilnehmer:
Min. 5 Personen, max. 20 Personen
Für fünf Teilnehmer Mitfahrt im Pkw möglich.
Für weitere 15 Teilnehmer ist die Reise mit dem eigenen Pkw möglich.
Reisepreis: 110 Euro für Mitfahrer, 85 Euro für Selbstfahrer
Premierenpreis: Im Jahr 2010 auf den Reisepreis 10 Prozent Rabatt
Im Reisepreis enthalten sind
- die fachkundige Reiseleitung
- Begrüßungsgetränk und Führung im Garten Bakendorf
- Sommerliches Mittags-Buffet und Führung im Garten Woitendorf
- Führung durch Haus und Garten in Stove
- Mediterranes Abendessen in Drispeth
- Getränke während der Fahrt
Start: 8.30 Uhr in Drispeth
Für Selbstfahrer:
Diese treffen sich mit uns um 8.15 Uhr in Drispeth oder steuern die erste Station unserer Reise selbständig an. Treff ist dann 9.20 Uhr bei Familie Wilken in Bakendorf. (Link zu Googlemap öffnet sich in neuem Fenster).
Wenn Sie mit dem Zug anreisen, bitte ich Sie, das vor mit mir abzusprechen. Ich hole Sie dann von einem der Bahnhöfe in Bad Kleinen oder Lübstorf ab.
Falls Sie vor oder nach der Reise eine Übernachtung benötigen, kümmere ich mich gerne darum.
Alle weiteren Reisen 2010 im Überblick
Grün erleben, grüner leben
Ein Reisetag um die Farbe im Garten
Grüne Kreativität
Eine Reise ins Wendland: Fünf Gärten und ein Workshop
Romantische Rosengärten
Ein facettenreicher Reisetag um die Königin der Blumen
Landschaft und Garten als Inspiration?
Eine LandpARTie zu Künstlern in Mecklenburg
In Farben schwelgen
Auf den Spuren des Staudenzüchters Karl Foerster
Gedankenweiter ELBgenuss
Wir besuchen Genusspunkte beiderseits der Elbe |
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Sonntagsgrün Surftipps:
www.gutshausrothen.de
www.argum.de
Offene Gärten in MV
Staudengärtnerei Sylvia Göbel
Die aktuellen Reiseangebote können Sie sich hier als PDF herunterladen (2,8 MB)
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