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Ick bün noch hier


  19.02.2018 - Die Gärtnerin in mir schaltet langsam auf den Frühlingsmodus um.

In all den Stubenhocker-Wochen, in denen das Haus auf Vordermann gebracht wurde, Treffen mit Freunden und Bekannten, Kino und Theater und manch gemütliche Lesestunde auf der Prioritätenliste weit vorne standen, zieht es mich inzwischen unwiderstehlich ins Freie. Kräftiger Sonnenschein, selbst bei klirrender Kälte, und es kribbelt in den Händen. Raus also und das erste Mal Hand angelegt. Seit Jahren mache ich mich als Erstes an den Zufahrtsweg auf den Hof, den wir alltäglich nehmen. Hier blüht im Frühjahr ein ganzer Teppich an Winterlingen, Krokussen und Narzissen, überdacht inzwischen von einer stattlichen, in schönstem Gelb und über Wochen blühenden Zaubernuss. Doch die dichte Blätterdecke von Zaubernuss- und Wallnussblättern, von langlebigen Stängeln der Katzen- und Bergminze, die im Herbst einfach liegen gelassen wurde, will zuvor beseitigt werden. Als ich dieser Tage also einer besonders dick gepappten Blätterlage unmittelbar unter der Zaubernuss zu Leibe rückte, entdeckte ich darunter einen Igel. Keine drei Meter von unserem Wohnhaus entfernt. Ich freute mich über die Entdeckung und war froh, das Tier nicht gestört zu haben, ließ sofort meine Finger von der Stelle und schichtete noch eine kleine Menge zusätzlichen Schutzes darauf. Im weiteren Hantieren wurde mir bewusst, dass der Igel die These von den zwei Seiten einer Medaille mal wieder sehr schön untermauert: Während ich schon frühlingsmunter durch meinen Garten werkele, kostet er die letzten Tage seines Winterschlafs aus.

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer montags in der Schweriner Volkszeitung.




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