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Die Königin des Frühlings


  26.03.2018 - Meine Begeisterung für das Thema Garten bringt es mit sich, dass ich zuweilen von anderen Gärtnerinnen um Rat gefragt werde. So auch jüngst geschehen, als Gerda V. wissen wollte, was sie mit ihren Helleborus machen solle.

Ihre Frage fiel bei mir auf fruchtbaren Boden. Denn seit ein paar Jahren hole ich das eine oder andere schöne Exemplar an Christ- und Lenzrosen in meinen Garten. Winterlinge, Krokusse, Schneeglöckchen, Buschwindröschen, Lerchensporn oder Märzenbecher erfreuen mein Herz. Doch Helleborus sind für mich zweifellos die Königinnen unter den Frühlingsblühern. Gerda V. also berichtete, dass die Blätter ihrer Helleborus derzeit so unansehnlich aussähen. „Ich habe schon fast den Spaten gezückt und wollte sie umpflanzen“, erzählte die Gartenbekannte. Zum Glück konnte ich sie davon abhalten. Denn für eine Ortsveränderung besteht kein Anlass. Helleborus gehören zu den immergrünen Pflanzen. Nach der Blüte im zeitigen Frühjahr entwickeln sich die Blätter, die die Pflanze die ganze Vegetationsperiode über schmücken. Treiben die Blüten im darauf folgenden Frühjahr neu durch, haben die Blätter über Monate ihr Werk getan. Alte und verwelkte Blatteile zeugen also nicht davon, dass es der Pflanze möglicherweise schlecht geht, sie entsprechen einfach dem Vegetationszyklus der Pflanze und können entfernt werden.
Generell sollte bei Helleborus sowieso nur selten der Spaten angesetzt werden. Es handelt sich um ausgesprochen langlebige Pflanzen, die sich nur dann zu ihrer vollen Schönheit entwickeln, wenn man sie ungestört lässt. Selbst Wurzelstörungen durch Hacken im Bereich der Pflanze sollten unbedingt vermieden sind. Wer seinen „Frühlingsrosen“ für eine reiche Blüte Gutes tun will, kann diesen „Futter an die Füße“ geben. Christrosen (Hellborus niger) freuen sich über eine jährliche Kalkung, Lenzrosen (Helleborus orientalis) über eine organische oder mineralische Düngung im Herbst oder Frühjahr. Das ist aber auch schon alles an Pflege, was nötig ist.
Lange Freude an den Pflegeleichten führt möglicherweise aber dazu, dass man immer noch mehr von den einzigartigen Pflanzen haben möchte. Ich kenne Gärtnerinnen, die fahren Hunderte Kilometer zu Helleborus-Tagen in Spezialgärtnereien wie Klingel & Luckhardt in Wingst oder Peter Janke in Hilden, um besonders schöne Exemplare zu ergattern.

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer sonnabends in der Schweriner Volkszeitung.




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