Startseite Gartencafé Gartenkultur Gartenreisen Gartenbilder Gartenkolumne in der SVZ Gartenbrief Kontakt / Anfahrt Impressum Datenschutz


Sonntagsgrün Surftipps:

News


Was fliegt denn da?


  05.04.2018 - Der Mann einer Freundin beobachtet seit Jahr und Tag sehr aufmerksam Vögel, hat sich sogar eine Beobachtungskombüse gebaut, in der er das Treiben in seinem Garten unbemerkt beobachten und fotografieren kann.

Auch zu unseren Freuden im Winter gehört das Beobachten der Vögel. Unsere zwei Futterstellen in Hausnähe werden fleißig vom Vogelfütterer der Familie gefüllt, so dass der Tisch täglich neu gedeckt ist. Die Vögel lohnen uns das und haben in den letzten Wochen für reichlich Beobachtungszeiten und Gesprächsstoff gesorgt. Nie und nimmer allerdings hätte ich gedacht, dass mich das Thema mal so in seinen Bann ziehen wird.
Ich kenne mich inzwischen aus mit den Unterschieden von Haus- und Feldsperling, von Kohl-, Sumpf- und Blaumeise, Grünfink, Rotkehlchen und Dompfaff, Bunt- und Grünspecht. Und das Lernen geht weiter. Gemütlich mit dem Mann beim Milchkaffee sitzend, springt dieser nämlich immer mal wieder auf und fragt in den Raum, was das denn für ein Vogel am Futterplatz wäre. Wir versuchen dann, uns das Erscheinungsbild des kleinen Fliegers genau einzuprägen, achten auf Größe, Schnabelform, Federkleid, Farbnuancen. Und wälzen anschließend ein paar Bestimmungsbücher. Auf diese Weise konnten wir vor ein paar Tagen zwei Erlenzeisige ausfindig machen, offenbar ein Pärchen. Wie war die Freude groß. Die kleinen, gelbgrünen Finken mit markanter Federzeichnung leben eigentlich in lichten Fichten- oder Mischwäldern mit Fichten, im Winterhalbjahr aber auch in Dörfern und Parks, habe ich dabei gelernt. Die Recherche hat ihr Gutes: Auf den ersten Blick erkennen wir nun die kleinen Gesellen.
Gestern nun gab es eine neuerliche Entdeckung. Wieder einmal forderte der Vogelfreund an meiner Seite zum genauen Hinschauen auf. Auf den ersten Blick ähnelte das zu beobachtende Vogelpaar ganz normalen Haussperlingen. Doch bei genauerer Betrachtung fielen die ruckartig hüpfenden Bewegungen auf, der schlanke Schnabel, die blaugraue Brust und der ebenso gefärbte Kopf. Nach dem Befragen der Bücher konstatierten wir freudvoll: „Das war also die Erstsichtung einer Heckenbraunnelle.“
Seit heute nun liegt unser Fotoapparat in Fensternähe bereit. Sobald sich ein unbekannter Vogel zeigt, wird dieser fotografiert und mit den Büchern abgeglichen. Und die Gärtnerin in mir fragt sich: Wohin wird das noch führen?

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer sonnabends in der Schweriner Volkszeitung.




Weitere News:
» Willkommen zur Apfelflut!
» Fetthennen für die Laufenten
» Tausend Blüten für die Bienen
» Sonnenbrand im Blumenbeet
» Wässern wie die Weltmeister

 

Sonntagsgrün  |  Beate Schöttke-Penke  |  Alte Dorfstraße 5  |  19069 Drispeth  |  Telefon: 03867-6508  |  E-Mail: info@sonntagsgruen.de