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Bezaubernde Waldröschen


  07.05.2018 - In der letzten Woche war ich in dem zauberhaften Garten von Rika und Pieter van Delden in der Provinz Groningen in den Niederlanden.

Unter den zwölf, aufeinander folgenden Gartenzimmern hatte es mir vor allem eines angetan. Die Gärtnerin nannte es ihr „Raritätenkabinett“. Dass in dem von Bäumen überdachten Areal seltene Salomonssiegel, Fußblätter und Waldlilien aufgepflanzt waren, war mir schon bei einem ersten Frühlingsbesuch ein Jahr zuvor aufgefallen. Nun aber erfreute ich mich vor allem an den besonderen Sorten von Buschwindröschen. Sammlergärten sind eigentlich nicht so mein Fall, weil seltene Pflanzen darin oft wie in einem Museum ausgestellt wirken. Im Tuinfleur allerdings kam alles sehr natürlich daher. Rika van Delden beantwortete mit einer nicht erlahmenden Energie unsere Fragen nach diesem oder jenem Schätzchen. Alle ihre Lieblinge kannte sie mit Namen. Anemone nemorosa ‘Blue Eyes’ fiel uns ins Auge, eine weißblühende halbgefüllte Sorte aus England, die ein ausgeprägtes, dunkelblaues Auge in der Mitte aufwies. Anemone nemorosa ‘Thekla’ zog die Blicke an, deren grauweiße Blüten eine gefüllte Mitte besitzen. Und Anemone nemorosa ‘Bracteata’, mit ihren zerschlitzten grünlichen Hochblättern, die nach innen in eine weiße Blüte übergehen, war zweifellos die Bezauberndste.
Bei Gartenbesuchen werden gern Erfahrungen weiter gereicht und auch Hinweise zu auserwählten Pflanzenanbietern. In diesem Fall also erfuhr ich, dass die Sarastro-Staudengärtnerei aus Österreich die seltenen Buschwindröschen-Sorten anbietet. Wie staunte ich aber daheim, als ich auf deren Homepage entdeckte, dass Gärtnerei-Inhaber Christian Kreß sage und schreibe 135 verschiedene Sorten im Angebot hat. Viele davon sind im Tausch erworben worden, aus vielen Ländern. Bei einem ersten Stöbern entdeckte ich weitere entzückende Sorten: Anemone nemorosa ‘Dark Leaf’ beispielsweise mit fast schwarzen Blättern, ‘Green Crown’ mit grünlich-gelbem Krönchen in der Blütenmitte und ‘Green Fingers’ mit doppelt weißen Blüten mit fingerförmig zerteilten, bräunlichen Blütenblättern. Die Preise für die kleinen Kostabarkeiten sind im Gegensatz zu manchen Schneeglöckchensorten ganz normal. So wird bestimmt das eine oder andere Buschwindröschen in meinen Garten einziehen. Und es reift der Entschluss: Da wird eine neuen Pflanzen-Liebe wachsen!

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer sonnabends in der Schweriner Volkszeitung.




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