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Schätze für den Schatten


  15.05.2018 - Mathilde und Erwin W. aus Bakendorf gehören zu meinen ältesten Gartenbekanntschaften. Immer mal wieder bekomme ich einen Ableger aus ihrem Refugium.

So ist mit den Jahren der eine oder andere Pflanzenschatz in meinen Garten gewandert. Im letzten Jahr beispielsweise bekam ich von ihnen eine Scheinhortensie (Deinanthe coerulea) und einen Nesselkönig (Lamium orvala). Solche Pflanzengeschenke werden bei mir zunächst in den Kinder-Garten gepflanzt, wo ich sie beobachten, kennen lernen und ihre weitere Verwendung bedenken kann. Im Laufe des Gartenjahres konnte ich beobachten, wie Erstere schöne zweigelappte Blätter und zarte wachsblaue Blüten entwickelte. Auch die zweite Pflanze schmückt sich mit glänzend dunkelgrünen Blättern und jetzt im Mai bräunlichroten Blüten. Beide Staudenraritäten sind für halbschattige und schattige Standorte geeignet, wuchern nicht, vertragen Wurzeldruck, sind so bestens für den Gehölzrand geeignet und noch viel zu selten in unseren Gärten anzutreffen.
Im Frühjahr dieses Jahres gestaltete ich den Eingangsbereich unter der großen Kirsche um. Unter deren Krone und gerahmt von Jasminbüschen, Deutzien, Weigelien und Schneebällen legte ich eine großzügige Pflanzung an. Meinen Bestand an Funkien, Japan-Seggen, Schneeballhortensien und Waldgeißbärten teilte ich und pflanzte ihn auf. Zusammen mit dem sich versäenden Bärlauch, Lungenkräutern, Rosa Lerchensporn beiderseits eines engen Weges hoffe ich, meinem Wunsch von einer kleinen Waldlichtung nahe zu kommen. Entlang des schmalen Pfades sind ein paar Pflanzenschätze eingefügt: Herzblättrige Schaumblüten (Tiarella cordifolia), Frühlings-Platterbsen (Lathyrus vernus) und eben die beiden Pflanzengaben des Gärtnerpaares. Erfreuen wird mich hier im Laufe des Gartenjahres auch die Wachsglocke (Kirengeshoma palmata). Auf einer Gartenreise verzauberte sie mich mit ihren glockenförmigen, nickenden zartgelben Blüten, die sie ab August über buschigem Wuchs mit ahornförmigem Blattwerk ausbildet und musste daher als Mitbringsel ins Reisegepäck. Während der Nesselkönig ursprünglich nur südlich der Alpen auszutreffen war, sind Scheinhortensie und Wachsglocke eigentlich in China und Japan beheimatet. Was mich mal wieder zu der Frage bringt: Was wären wir in unseren Gärten ohne all die Einwanderer?

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer sonnabends in der Schweriner Volkszeitung.




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