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Gartenliteratur vom Besten


  14.06.2018 - Robin Lane Fox hat Hunderte Buchseiten über den Heiligen Augustinus und den Feldherrn Alexander den Großen geschrieben. Mit letzterem Buch ist der Brite sehr bekannt geworden.

Eine Million Mal hat es sich verkauft, für den Film über den „Eroberer der Welt“ beriet der Autor sogar Regisseur Oliver Stone. Manchmal, so erzählte der Historiker jüngst amüsiert in der „Zeit“, werde er von Leuten befragt, ob er bekannt sei mit dem Typen, der „diese wunderbare Gartenkolumne in der Financial Times“ schreibe. In der Tat scheint die eine Schreibwelt meilenweit von der anderen entfernt. Doch Robin Lane Fox interessierte sich schon mit zehn Jahren für Pflanzen, gab sein ganzes Taschengeld dafür aus und legte mit zwölf Jahren einen alpinen Steingarten an. Seine Karriere als Gärtner begann er im Botanischen Garten in München und obwohl er nach der Schule Alte Geschichte und Altertumswissenschaften an der Universität Oxford studierte, blieb er sein ganzes Leben lang dem Gartenthema treu. Höchstpersönlich er selbst ist der Verfasser der berühmtesten britischen Gartenkolumne, die seit inzwischen 48 Jahren allwöchentlich in der „Financial Times“ erscheint.
Eine Auswahl aus den über zweitausend Texten ist jetzt im Klett-Cotta-Verlag erschienen, nach Jahreszeiten sortiert, im blümeranten Leineneinband und mit Lesebändchen. Nun rangiert Lesen in meinen frühsommerlichen Wochen wirklich nicht oben auf der To-do-Liste, dafür fordern mich mein eigener Garten und das Drumherum zu sehr. Doch zu dem Buch „Der englische Gärtner. Leben und Arbeiten im Garten“ kehre ich in diesen Tagen immer gern zurück. Ermattet von der praktischen Arbeit amüsiere ich mich über die Texte mit Esprit, Witz und Weisheit, erweitere ich mein Wissen über Pflanzen und bedeutsame Gärtner, gehe ich mit dem Autor auf Reisen in die Gärten dieser Welt oder gleiche einfach nur das geschilderte Gartenerleben mit dem eigenen ab. Sprachkunst auf hohem Niveau macht das Lesen amüsant und führt dazu, dass man nach der einen Kolumne schon gleich den nächsten Text in Angriff nehmen will. Noch stecke ich auf Seite 120 im Winter fest, beim Text über die Schneeglöckchen, doch ich freue mich auf die 65 Kolumnen von Frühling, Sommer und Herbst, die noch vor mir liegen, freue mich auf Gartenliteratur vom Feinsten. Mein Entschluss steht fest: Dieses Buch werde ich noch oft verschenken! 

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer sonnabends in der Schweriner Volkszeitung.




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