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Ananashyazinthe und Elfenbettchen


  31.07.2018 - Der Besuch von Gärtnereien ist immer wieder inspirierend, weil man hier oft neue Pflanzen entdecken kann. So ging es mir kürzlich bei der Staudengärtnerei von Ewald Hügin im badischen Freiburg.

Der in kurzer Hose und Wanderschuhen daherkommende Gärtner versuchte uns bei einer Führung durch die 1988 gegründete Stadtgärtnerei, für einjährige Sommerblumen zu begeistern. Für seine Balkonkästen und Kübel verwendet er zwar auch allbekannte Geranien, Pelargonien, Eisbegonien oder Bundnesseln. Doch er kombiniert sie auf außergewöhnliche Weise mit Pflanzen aus tropischen und subtropischen Regionen und winterharten Stauden. Ihm geht es um ungewohnte Zusammenstellungen von intensiven Blüten- und Blattfarben.  Damit solle man viel mehr spielen und experimentieren, ermunterte er uns.
Gesagt, getan. Auf diese Weise kamen drei Pflanzen in meinen Besitz, die das Topfarrangement auf meinem Hof wunderbar ergänzen. Zum einen erstand ich eine zwar namenlose, aber wunderschöne Buntnessel. Bräunliche, rundliche Blätter, die sich zum Rand aufhellen und dort gezackt sind wie eine Margerite. Dazu ein grüngelber Schlund, der das Farbenspiel noch schöner macht. Gepflanzt in einen großen Kübel harmoniert die Einjährige bestens mit der Backstein-Fassade unseres Hauses. Wegen der zu erwartenden cremefarbenen Blüte – auf dem Hof hinter unserem Haus dominieren die Farben grün, creme und grüngelb - musste auch eine exotische Ananashyazinthe oder Schopflilie (Eucomis pole-evansii) in meinen Einkaufskorb. Aus der Blumenzwiebel war bis zu meinem Einkauf eine in ihrer Größe schon beeindruckende Blattrosette gewachsen, aus dem mit jedem Tag mehr nun der cremefarbene Blütenstand mit seinen zahlreichen kleinen Blütensternchen und einem sehr dichten „Ananasschopf“ an der Spitze empor strebt. Bei entsprechender Pflege kann die Pflanze bis auf eine Höhe von 180 Zentimeter wachsen und entwickelt später attraktive Samenkapseln. Weil aller guten Dinge drei sind, kaufte ich in der Gärtnerei auch noch die Pfefferminz-Pelargonie (Pelargonium tomentosum). Den starken Duft nahm ich erst zu Hause wahr. Dafür verzauberten mich vom ersten Moment an die silbrig-grünen, dicht beharrten Blätter, die so weich sind, dass die Engländer sie „Elfenbettchen“ nennen. Und die dazu einladen, sie immer wieder zu berühren.

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer sonnabends in der Schweriner Volkszeitung.




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