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Sonnenbrand im Blumenbeet


  23.08.2018 - Als wir vor fünf Jahren die Neuanlage unseres Vorgartens in Angriff nahmen, stand eine Prämisse fest: Hier, direkt an der Straße, würden wir nicht gießen. Hier müssten die Pflanzen alleine zurechtkommen.

Entsprechend wurden trockenheitsresistente Sorten ausgewählt. In den bisherigen Sommern entwickelte sich das Grün prächtig, immer hatte ich das Gefühl, die Üppigkeit imAls wir vor fünf Jahren die Neuanlage unseres Vorgartens in Angriff nahmen, stand eine Prämisse fest: Hier, direkt an der Straße, würden wir nicht gießen. Hier müssten die Pflanzen alleine zurechtkommen. Entsprechend wurden trockenheitsresistente Sorten ausgewählt. In den bisherigen Sommern entwickelte sich das Grün prächtig, immer hatte ich das Gefühl, die Üppigkeit im Zaum halten zu müssen. In diesem Sommer ist alles anders! Die Hitzeperiode, die Dürre fordern ihre Opfer. Das eigentlich unverwüstliche Sonnenauge von meiner Mutter lässt schlaff seine Blätter hängen, die über Wochen gelb leuchtenden Blüten hat die Sonne im Nu weggebrutzelt. Hitzeschäden weisen auch die fein geschlitzten Blätter des unkomplizierten und stresserprobten Schnee-Storchschnabel (Geranium sanguineum ‘Album’) auf, die Gelbfärbung des Laubs im Herbst wird wahrscheinlich ausfallen. An der Heckenbegrenzung zum Küchengarten thronen zwei mannshohe Samthortensien. Während das Exemplar zur Linken, dem der Kirschbaum am Nachmittag Schatten spendet, nur alle paar Tage schlapp macht und dann fleißig gegossen werden muss, hat die Samthortensie zur Rechten einen richtigen Sonnenbrand bekommen. Wie bei allen Blütenpflanzen in diesem Sommer hielten sich die wunderbaren Tellerblüten nur ein paar Tage. Doch damit nicht genug. Die samtigen Blätter weisen inzwischen große braune Flecken auf. Wessen Gartenareal überschaubar ist, kann über die eine oder andere geliebte Pflanze einen Sonnenschirm öffnen oder – wie ich es von Brigitte W. in Schwerin vernommen habe – feuchte Tücher ausbreiten. Bei unseren großen Staudenbeeten ist dies allerdings nicht zu leisten. Am Eingang zum Beerengarten erheben sich in diesen Wochen beim Kerzenknöterich eigentlich die zarten roten Kerzen aus üppigem Laub. Bis zum Frostbeginn ist die Staude ein verlässlicher Blüher und wunderbarer Begleiter von Hortensien oder Rosen. Eigentlich. In diesem Jahr allerdings fehlt es der Staude an Höhe, die Sonne färbt mit jedem Tag mehr das Blattwerk rostig ein und wenn nicht regelmäßig gegossen werden würde, hinge dies schlapp in der Gegend rum.
So muss ich konstatieren: Viele Menschen genießen ungetrübt den Sommer, die Gärtnerin aber leidet. Es herrscht Hitze, die Wärme scheint kein Ende zu nehmen. Doch in den Beeten macht sich gefühlt der Herbst schon breit!

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer sonnabends in der Schweriner Volkszeitung.





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