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Tausend Blüten für die Bienen


  14.09.2018 - Hin und wieder erzählen mir Leute, dass sie einen Baum pflanzen wollen und fragen sich und mich, welcher wohl der richtige sei. Ich hätte da eine Idee!

Kürzlich sah ich einen Fernsehbeitrag über den Immengarten von Bernhard Jaesch in Springe-Bennigsen bei Hannover. Der Imker und Gärtner machte darauf aufmerksam, dass in einer Zeit, in der das Insektensterben ein mediales Thema ist – leider! – ein jeder mit der Pflanzung eines Bienenbaumes (Tetradium daniellii var. hupehensis, früher Euodia hupehensis) seinen ganz persönlichen Beitrag dagegen leisten könne. Mit einem Bienenbaum – oder wie der Baum auch genannt wird - einer Wohlduftraute, Duft- oder Honigesche würde man im wahrsten Sinne des Wortes den Tisch für Bienen decken. Und nicht nur diese flögen auf den Tausendblütenbaum. Weil der Baum seine dem Holunder ähnelnden Trugdolden ab Ende Juni und bis in den Oktober hinein entfaltet, also dann, wenn in unserer Kulturlandschaft für die Bienen wenig zu holen ist, ist er mit seinem Blütenangebot die beste bisher bekannte Spättracht. In den Sommermonaten erneuern Bienen ihre Brut und bei einem Bienenbaum muss das Insekt im Idealfall nur drei der wohl duftenden Blüten anfliegen, um seinen Honigmagen komplett mit Nektar zu füllen. Der über und über mit weißen Blüten überzogene Baum gleicht einer weißen Wolke und bildet später Samen aus, die von allen möglichen Vögeln gern gefressen werden. Die Blätter sind nach Aussagen von Imker Bernhard Jaesch bei Regenwürmern beliebt und die Frucht- und Samenstände sollen sich darüber hinaus hervorragend zu floristischen Zwecken eigenen. Da es inzwischen in Deutschland schon jahrzehntealte Bäume gibt, ist auch klar, dass der eigentlich in China heimische Baum auch hierzulande vollkommen winterhart ist. Ein idealer Hausbaum also.
Wer in seinem Garten etwas für Bienen & Co tun möchte, kann übrigens auch nach Anderem greifen. Auch die gelb blühende Blasenesche (Koelreuteria paniculata), der Surenbaum mit seinen weißen Rispen (Toona sinensis), die Sommertamariske (Tamarix ramosissima ‘Pink Cascade’) mit ihren hellrosa Blütenwolken oder die Strauch-Rosskastanie (Aeculus parviflora) sind wichtige Bienenweiden. Den Garten zum Summen zu bringen, scheint also gar nicht so schwer!

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer sonnabends in der Schweriner Volkszeitung.





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