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Fetthennen für die Laufenten


  14.09.2018 - Meine Liebe zu Fetthennen spielte an dieser Stelle schön öfter eine Rolle. Zu den Klassikern unter den Hohen Fettblättern ‘Matrona’ (sehr große rosa blühende Blütenteller auf roten Stiel zu grün-purpurnen Blättern), ‘Herbstfreude’ (rostrote Blütenschirme über frisch grünem Laub) und ‘Iceberg’ (weiß blühend über grünem Laub) haben sich über die Jahre eine ganze Reihe anderer Sorten gesellt.

Zu meinen Lieblingen gehört eine aufrechte, vitale, panaschierte Sorte aus dem Garten von Konrad Näser in Potsdam-Bornim, die leider namenlos ist. Dazu sind einige rotlaubige Sorten gekommen wie die bekannte ‘Karfunkelstein’, ‘Linda and Rodney’, ‘Touchdown Teak’ oder ‘Washfiel Ruby’. Im letzten Jahr erwarb ich die Sorten ‘Abbey Dore’, die lockere, rosa Blüten über blauem Laub ausbildet, und ‘Green Yellow’, das mit grün-gelben Blüten über kompaktem Laub punktet. Auch wenn ich mir alle meine Einkäufe genauestens notiere, habe ich – um ehrlich zu sein – den Überblick über die Merkmale der einzelnen Sorten verloren. Die Klassiker erkenne ich, bei einigen Kübeln verweist ein Schild auf die Sorte, bei anderen müsste ich raten. Das aber schmälert nicht den Genuss. Ob in den Beeten oder in meinen Kübelarrangements – auf die Fetthennen möchte ich in meinem Garten nicht verzichten. Gerade jetzt im beginnenden Herbst sind sie wichtige Farbtupfer und mit ihren flachen Blütendolden oft ein schöner Kontrast zu den nachblühenden runden Phloxblüten, den aufrechten Kerzen des roten Knöterich oder den Flaschenbürsten gleichenden Blüten des Lampenputzergrases. Daher schmerzt es sehr, dass auch unsere sechsköpfige Laufenten-Schar die Fetthennen entdeckt hat. Die ältere Generation findet keinen Geschmack an deren fleischigen Blättern, doch die in den letzten Wochen heran gewachsene Kinderschar entwickelt einen wahren Heißhunger auf das Blattwerk der Fetthennen. Die sehen inzwischen auch entsprechend berupft aus. Nun könnte ich jedes Mal, wenn sich die Entenschar wieder über die Fetthennen hermachen will, auf dem Sprung sein und ihr Beine machen. Doch angesichts der überall im Garten vorhandenen Pflanzenart hätte ich da viel zu tun. So bleibt mir nur die Hoffnung: Im nächsten Jahr haben die Enten ihren Heißhunger vergessen und meine Fetthennen zeigen sich in neuer Pracht!

Die Kolumne von Beate Schöttke-Penke finden Sie immer sonnabends in der Schweriner Volkszeitung.




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