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Gräser halten die Stellung


  21.01.2019 - Dieser Tage führte mich mein Weg über den Grunthal-Platz in Schwerin. Als Gärtnerin habe ich gern einen Blick auf das Grün in der Stadt und es freut mich, wenn mein Auge erfreut wird. In diesem Fall war es die Bepflanzung rund um die Brunnenanlage.

Die kommt in den Sommermonaten üppig daher. Mit einjährigen Sommerblumen wird hier inzwischen alljährlich ein Farbfeuerwerk entfacht. Davon ist jetzt nichts mehr zu sehen. Die buchsgesäumten Beete sind leer geräumt. Doch nicht ganz. Vor ein paar Jahren wurden hier Lampenputzergräser gesetzt, die sich inzwischen zu stattlichen Exemplaren entwickelt haben. Die beige-braunen Büschel über grünem Buchsrand harmonieren wunderbar zum Bahnhofsgebäude und lassen nicht das Gefühl von Leere in den Beeten aufkommen, wie es über viele Winter hier geherrscht hat.
Ähnlich wie auf dem Grunthal-Platz bin ich in diesem Jahr auch in meinem Garten vorgegangen. Man kann ja immer wieder lesen, wie wichtig es ist, die vergehenden Stauden den Winter über im Garten stehen zu lassen. Vögel nämlich finden dadurch Nahrung. In den letzten Jahren allerdings wohnen bei diesem Thema immer zwei Seelen in meiner Brust. In meinen Beeten gibt es inzwischen Tausende Frühjahrsblüher. Wenn die im Frühling durchtreiben, dann noch Staudenreste runter schneiden zu wollen, ohne Schäden anzurichten, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Außerdem habe ich bei den Herbstarbeiten gemerkt, dass sich viele Pflanzen versät haben. Ein gründliches Jäten aller Beete tat also not. Darüber hinaus habe ich jetzt das Gefühl, ein großes Stück der sonst im Frühling anfallenden Arbeit schon getan zu haben. Entspannt der Dinge harren zu können, die da kommen werden, kann nicht schaden.
„Hast Du denn jetzt alles runter geschnitten?“, fragte mich meine Freundin vom Gärtnerfach. Und ich meine, einen kleinen Schrecken in ihrem Gesicht gesehen zu haben. Natürlich nicht. Zum einen halten auch bei mir Gräser die Stellung, also Reit- und Lampenputzergräser im Vorgarten, Japan-Berggras auf den Hof-Beeten, Chinaschilf, Rutenhirsen und Herbstkopfgras auf den großen Staudenbeeten. Dazwischen ein paar festere Strukturen von Kandelaberehrenpreis, Fetthenne oder Brandkraut. Zudem habe ich darauf geachtet, dass die Beetsäume weitestgehend erhalten blieben und die Beete  vom Haus aus gesehen so noch gut gefüllt erscheinen. Ob ich so auch in den nächsten Jahren vorgehen werde? Schauen wir mal. Als Gärtnerin lernt man ja nie aus.




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