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Pflanz doch dieses Etikett


  29.01.2019 - Auch eine Gärtnerin braucht mal Tapetenwechsel. Und so führte mich mein Weg in den Adventswochen in die Lübecker Altstadt. Dort stieß ich bei einem Einkauf auf das Label „Shirts for Life“.

Die Baumwolle der neuesten Kollektion ist Fairtrade-zertifiziert, was mich für die Bekleidung sehr einnahm. Zwar reden wir im Moment an jeder Ecke über Klimawandel, Hunger in der Welt und die ungerechte Behandlung der dritten durch die sogenannte erste Welt. Doch wenn man daran gehen will, sein Leben diesbezüglich anders justieren zu wollen, steckt der Teufel im Detail und man verliert leicht den Überblick. Shirt-Hersteller, die den Baumwollbauern garantiert stabile Mindestpreise garantieren und damit deren Lebensbedingungen verbessern, sind da ein guter Ansatz. Darüber hinaus geht je ein 1 Euro der Shirts an das soziale Bildungsprojekt „School for Live“, eine im Jahr 2003 gegründete Schule im Norden Thailands, die zunächst Aids-Waisen nun aber mehr und mehr Kinder diskriminierter ethnischer Minderheiten fördert.
Nun werden Sie sich möglicherweise fragen, was dies alles mit dem Thema Garten zu tun hat, um das es an dieser Stelle normalerweise geht? Beim Eintüten meiner gekauften Shirts wies mich die Verkäuferin auf die handgeschöpften Hängeetiketten aus Papier hin, die über die Projekte informieren. In jedes Etikett seien organische Sommerblumensamen eingebettet, die fast überall wachsen. Dafür bräuchte ich das Etikett nur befeuchten, an einem sonnigen Platz einpflanzen, regelmäßig befeuchten und schon könnte ich meinen Sommerblumen beim Wachsen zuschauen. Als ich mich gegenüber der Verkäuferin als Gärtnerin outete, suchte die mir noch ein paar mehr Etiketten zusammen.
Ob aus der Pflanzaktion etwas wird? Ausprobieren will ich das Ganze auf jeden Fall. Ökologische Ansätze interessieren mich über meinen Gartenzaun hinaus sehr. Im letzten Sommer beispielsweise bekam ich ein Staudenpaket der Bio-Gärtnerei Gaißmayer, die in Bayern ihren Sitz hat. Die gekauften Pflanzen waren nicht im allgegenwärtigen Kunststoff, dafür aber in Heu von den Streuwiesen vom Europareservat Federsee gepackt. Der liegt mit seinen Feucht- und Streuwiesen inmitten des größten zusammenhängenden Moorgebietes Südwestdeutschlands. „Hoi! Wir packen mit Heu!“, hatten die Gärtner aus dem Süden auf ihren ausführlichen Info-Zettel geschrieben. Und sicher nicht nur bei mir damit Freude ausgelöst.




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