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Eiertanz ums Wetter


  18.02.2019 - Nein, wir werden heute nicht die Küche malern. Zwar zeigt der Kalender erst Mitte Februar an, doch die Meteorologen haben die ersten Frühlingstage angekündigt. Sonne pur, dazu Temperaturen im zweistelligen Bereich. Die Gärtnerin in mir jubiliert!

Raus ins Freie, sagen wir uns und machen Pläne. Ich werde mich an meine Beete machen, die letzten Stauden zurück schneiden, das Unkraut entfernen, meine To-do-Liste für die nächsten Tage und Wochen vervollständigen. Ganz genau werde ich alles in Augenschein nehmen, mich an blühenden Winterlingen und Schneeglöckchen, den erblühten Haselnussträuchern, der gelb leuchtenden Zaubernuss in Hausnähe freuen. Mein Mann will Gehölzschnitt schreddern, der auf die Wege im Küchengarten soll. Auch das Feuerholz für die nächsten Winter muss noch gehackt werden. All das mag sich nach viel Arbeit anhören. Doch zwischendurch wird es einen Milchkaffee geben. Mit der Nase in der Sonne werden wir den so was von genießen, tief durchatmend und in dem Wissen: Es geht wieder los! Abends sind wir kaputt vom großen Arbeitseinsatz draußen. Und doch zufrieden.
Doch die andere Seite der Gärtnerin hadert. Kommen die frühlingshaften Temperaturen nicht viel zu früh? Es ist erst Februar und gefühlt schon seit Wochen viel zu warm. Was wird mit all meinen frisch gesetzten Blumenzwiebeln und den austreibenden Stauden – kriegen die in ein paar Wochen vom dann doch noch wiederkehrenden Winter etwas auf die Mütze? Was wird mit den Obstbäumen, wenn die sich jetzt schon im Frühling wähnen und zeitig ausschlagen? 
Umgetrieben von diesen Fragen schlage ich in meinem Büchlein zur Phänologie nach. Deren Kalender macht zehn Vegetationszeiten aus und die wiederum an Eintrittszeiten wichtiger Lebenserscheinungen  bei verbreiteten und bekannten Pflanzen wie z.B. dem Aufbruch der Knospen, volle Laubentfaltung, Blüte, Reife oder Laubverfärbung fest. Der Vorfrühling, so lese ich, beginnt zwischen Januar und Ende März mit dem Beginn der Haselblüte, deren männliche Kätzchen sich strecken und ihren Blütenstaub abgeben. So gesehen befinden wir uns also im grünen Bereich. Andererseits erinnere ich lebhaft das letzte Jahr, als sich der Winter Anfang April noch mal zurück meldete. So bleibt die Freude getrübt, bei allem Frühlingsjubel. So beginnt der Eiertanz ums Wetter aufs Neue!




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