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Kennt Ihr eigentlich die Wunderbeere?


  25.02.2019 - Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen. Da geht es dem zweitgeborenen Sohn nicht anders als anderen Menschen.

Ihn hatte es nach dem Abitur für ein Jahr nach Ghana in Westafrika verschlagen. In den folgenden Herbst- und Winterwochen brauchte es viele Abendbrot-Gespräche, um das Erlebte zu erzählen. Eines Abends kam die Frage: Kennt Ihr eigentlich die Wunderbeere? Und natürlich, wir kannten sie nicht. Der Sohn erzählte von seiner Erstbegegnung mit ihr. Er war an seinem Aufenthaltsort Aguna Swedru zu einem Picknick mit Freunden in einen Garten eingeladen. Dort aß er frische Sternfrüchte und lernte sie schätzen, auch Bananenstauden und unterschiedlichste Orchideen waren zu bewundern. Und eben die Wunderbeere (Synsepalum dulcificum), die auch Mirakelfrucht genannt wird. Ein immergrüner, bis zu viereinhalb Meter hoher Baum mit kirschroten Früchten.
Die etwas länglich geformten Beeren haben einen mild süßen Geschmack. Das aber ist nicht das Besondere an Ihnen: Wunderbeeren überraschen mit einem speziellen Effekt – ein Alleinstellungsmerkmal in der Früchtefamilie. Die Beeren enthalten ein Glycoprotein namens Miraculin, das sich fest an die Geschmacksknospen unserer Zungen bindet. Isst man das Fruchtfleisch der Wunderbeere und verzehrt danach Essen mit saurem oder bitterem Geschmack, dann verändert sich die Geschmackswahrnehmung. Denn das Miraculin der Wunderbeere überlagert im Mund alles, wenn es in Kontakt mit säurehaltigem Essen kommt. Alles schmeckt nun süß. Dieser Effekt hält zwischen 30 Minuten bis zu zwei Stunden an.
In Europa ist die Wunderbeere als Lebensmittel noch nicht zugelassen, doch soll es nach Auskunft des Sohnes inzwischen auch hierzulande schon so manche Probier-Party gegeben haben. Wer die Wunderbeere ausprobieren will, kann auf Tabletten zurückgreifen. Also wurden Zitronen gekauft, aufgeschnitten und hinein gebissen. Das Ergebnis: Keine Säure-Grimassen auf unseren Gesichtern. Auch die ausprobierte Ananas verlor ihre Säure, eine Tomate schmeckte wie süßer Ketchup, scharfer Senf wurde unerwartet lecker und Süßigkeiten schmeckten unerträglich süß. Wem das noch nicht reicht, der könnte natürlich noch Cola, schwarzen Kaffee, Essig, Salz, Zwiebeln, Chili-Schote oder sonst was ausprobieren. So oder so: Wohl jedem wird die Erstbegegnung mit der Wunderbeere in langer Erinnerung bleiben!
 




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