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Eine Gartenliebe in Ostwestfalen


  25.03.2019 - Ich bin ja eine Frau des Wortes und auch der Bücher. Der Erkenntnis, dass eigentlich schon genug Gartenbücher in meinem Regal stehen, kommt leider immer wieder meine Leseleidenschaft in die Quere.

Vor allem, wenn ein spezieller Bücherversand aufwendig gemachte Gartenbücher zu wirklich sehr geringen Preisen verkauft. So kam das Buch von Oliver Kipp und Karsten Brakemeier „Ein englischer Garten auf dem Lande“ in meine Hände. Der Eine ist studierter Musikwissenschaftler mit einer Passion für Barockmusik und Oper und eigentlich gärtnerischer Autodidakt. Leitete aber über Jahre die Magazine GartenEden und Land&Leute und hat mehrere Gartenbücher geschrieben. Der Andere ist gelernter Baumschulgärtner. Beide erwarben vor ein paar Jahren in Ostwestfalen ein etwa 10 000 Quadratmeter großes Anwesen. Das ist inzwischen zu einem wirklichen Paradiesgarten umgestaltet worden, mit weiten Blicken in die Landschaft, womit viele englische Gärten ja punkten. Die Fotografin Sibylle Pietreck, die schon Gärten in aller Welt besucht hat und für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet worden ist, vermittelt ein genaues Bild der vielen Gartendetails: Der formalen Bereiche rund um das Haus mit Großer Terrasse, Tamarisken-Rabatte und den vier Heckengärten,  in denen Rosen oder Dahlien in Szene gesetzt werden. Und der natürlichen Aspekte des Gartengeländes wie Farn- und Waldgarten, Rhododendron-Rabatte, Großer Stauden-Rabatte und Obstwiese. Die beiden Männer schöpfen in ihren Texten aus ihrer jahrelangen Gartenerfahrung, geben viele Tipps, formulieren immer wieder ihr Ideal eines ländlichen Gartens. Hinzu kommt, dass sie Jäger und Sammler sind. So ist in Ostwestfalen ein botanisches Füllhorn gewachsen, mit Fuchsien, Magnolien, Brombeeren, Exotischen Preziosen, Zaubernüssen, Rhododendron, Zierkirschen, Lenzrosen, Winterharten Kamelien und immer wieder Bäumen (!) als Sammelobjekten. Eine belletristische Schatztruhe an besonderen Sorten, die beschrieben und wunderbar bebildert worden ist.
Meine Schwäche für neue Gartenbücher hat – obwohl sie den Verstand immer mal wieder außer Gefecht setzt - natürlich auch ihr Gutes. So entdecke ich immer wieder Gärten, die ich in meinem Leben unbedingt noch mal besuchen will. Und was gibt es Schöneres für eine Gärtnerin, als dass der Virus, mit dem sie sich infiziert hat, immer neue Nahrung bekommt?
 




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