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Das Wesen des Gartens


  30.03.2019 - Kürzlich las ich: Das Wesen des Gartens liegt in seinem Potential! Genau das schätze ich am Gärtnern: Heute noch nicht wissen, was man morgen draus machen kann und will. Ein Beispiel gefällig?

Im letzten Jahr bekam ich von Erika H. einen Ableger eines sehr schönen Sonnenauges geschenkt. Heliopsis helianthoides car. Scabra ‘Summer Nights’ hat gelbe Blüten mit orangefarbener Mitte. Auffällig rotbraune Stiele tragen zur aparten Farbwirkung, der lockere Aufbau zu einer natürlichen Ausstrahlung bei. Die von Juni bis September blühenden und lange haltbaren Schnittblumen werden von einem eher dunklen Laub gerahmt. Wie schade, dachte ich bei mir, dass ich hinterm Haus keine gelben Blüten dulde und pflanzte die Pflanzenschönheit in meinen „Kindergarten“, in dem bislang Geschenktes, Gekauftes oder von Pflanzen Abgestochenes zwischengeparkt wurde. Beim Tun durchzuckte mich dann ein Gedanke: Warum aus dem Pflanzen-Parkplatz  nicht etwas ganz Anderes machen? Die zwei sich gegenüber liegenden Beete sind an die zehn Meter lang, fast drei Meter tief und nur durch einen meterbreiten Rasenweg getrennt. Eigentlich habe ich hier ein Doppel-Border, wie es die Engländer gern anlegen, wuchs in mir die Erkenntnis. Eine hohe Hecke schirmt die Fläche zudem zum Rest des Gartens ab, Blütenfarben könnten hier ihr Eigenleben entfalten. Also listete ich im Herbst den Bestand auf: Kugeldisteln, Herbst-Eisenhut, Steppensalbei und eine Färberhülse haben blaue Blüten. Dazu weißer Phlox, eine weiße Gelenkblume, eine Silberraute, weiße Wiesenknöpfe. Auch die halbhohe Goldrute Solidago rugosa, Taglilien in gelb, orange und lachs harrten der weiteren Verwendung. Die Idee war geboren: Ich pflanze noch mal blau-gelb-weiße Beete, spiele mit Pflanzen für unterschiedliche Standortansprüche, denn das eine Beet liegt im Schatten einer Hainbuchenhecke, das andere in der Sonne. Und schmeiße z.B. den rosa Phlox, der viel zu mächtig ist, einfach raus. Um das Sonnenauge gut zur Wirkung zu bringen, kaufte ich mir ein paar weitere Exemplare, entschied mich außerdem für die großblütige blaue Glockenblume ‘Sarastro’. Statt nach einem Plan zu arbeiten, legte ich einfach los, pflanzte mich Stück für Stück voran, genoss den kreativen Prozess. Nun, nach etwa zwei Wochen, ist alles in der Erde. Und ich bin neugierig, was daraus wird. Das Wesen des Gartens liegt nämlich in seinem Potential!




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