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Ein Blühstreifen an der Bundesstraße


  08.04.2019 - Meine Freundin wohnt an einer Bundesstraße. Ihr Gehöft ist umgeben von Äckern, die intensiv bewirtschaftet werden. Das trägt – wie wir wissen – leider nicht zum Insekten- und Vogelreichtum in der unmittelbaren Umgebung bei.

Nun könnte man darüber lamentieren und es dabei belassen. Oder man könnte etwas tun.
Damit Insekten, Schmetterlinge und Bienen einen halbwegs geschützten Ort haben, pflanzten meine Freundin und ihr Mann eine Hecke rund um das Grundstück. Blühende Sträucher wie Kornelkirsche, Wildrosen, Pfaffenhütchen, Apfelbeere, Weißdorn, Felsenbirne oder Haselnuss kamen in die Erde. Sie alle geben Tieren Nahrung und Unterschlupf. An dem alten Baumbestand darf sich Efeu hochranken, dessen Blüten von Ameisen und Schwebfliegen, Wildbienen und Hornissen, Marienkäfern und Faltern angesteuert werden. Der vorhandene Baumbestand an Eichen, Kastanien, Magnolien wurden mit Feldahorn und Bienenbaum, Faulbaum und Traubenkirschen ergänzt. Das Paar hat sich der Imkerei angenommen. Bei der Anlage von Blumenbeeten greift die Freundin daher auf bienenfreundliche Stauden zurück. Katzenminzen und Fetthennen wurden gepflanzt, dazu Indianernesseln, Baldrian, verschiedene Astern, Storchenschnabel, Kugeldisteln, Dost, Geißbart und Oktobersilberkerze. Einjährige wie Borretsch, Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Klatschmohn oder Lerchensporn dürfen sich aussäen. Im Herbst wurde ein extra großes „Bienenbeet“ angelegt, das das Futterangebot für die kleinen Flieger deutlich vergrößern wird.  Im Gemüsegarten ist eine Blumenwiese entstanden, die zauberhaft anzuschauen ist. Hier wachsen Odermenning und Ochsenauge, Kümmel und Wegwarte, Wiesenpippau und Wilde Möhre, Natternkopf, Karthäusernelke und Wiesenstorchschnabel. Auch der Radweg auf der anderen Seite der Bundesstraße, der gerade erst fertig geworden ist, forderte das Gärtnertum der Freundin heraus. Kurzerhand wurde ein Blühstreifen angelegt. Damit die Pflanzung legal ist, hätte man sich beim Ordnungsamt ein OK einholen müssen. Doch die beiden hoffen, dass das Guerilla-Gardening geduldet wird. Die eingebrachte Samenmischung verspricht, dass hier künftig 37 verschiedene Blüten und Gräser wachsen werden, darunter Wiesenglockenblume und Tüpfel-Johanniskraut, Knolliger Hahnenfuß und Wiesenbocksbart, Aufrechte Trespe, Wiesensalbei und Rotschwingel. Heute Morgen berichtet die Freundin nun, dass sie sich den Blühstreifen 60 Euro kosten lassen haben. Bei der Aktion sei auch gleich noch der Müll der Autofahrer weg gesammelt worden
 




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Sonntagsgrün  |  Beate Schöttke-Penke  |  Alte Dorfstraße 5  |  19069 Drispeth  |  Telefon: 03867-6508  |  E-Mail: info@sonntagsgruen.de