Startseite Gartencafé Gartenkultur Gartenreisen Angebot für Gruppen Gartenbilder Gartenkolumne in der SVZ Gartenbrief Kontakt / Anfahrt Impressum Datenschutz


Sonntagsgrün Surftipps:

News


Ein Gartenjahr mit Meike


  23.04.2019 - Anke B., die für die Leser der Ludwigsluster Stadtbibliothek immer auf der Suche nach guten Gartenbüchern ist, streckt mir ein Buch entgegen: „Bin im Garten“ von Meike Winnemuth.

Willst Du das mal lesen, fragt sie mich. Nach einem ersten Blick auf den Klappentext bin ich skeptisch. Ich habe schon einige Bücher gelesen von Gartenanfängern, in denen viel Falsches stand und die mich mehr verärgert als unterhalten haben. Doch als Garten- und Bücherfrau freue ich mich immer über neues „Futter“. Die ersten Seiten sind schnell gelesen. Meike Winnemuth, Journalistin, Autorin und preisgekrönte Bloggerin (www.meikewinnemuth.de) lässt sich auf ein Experiment ein: Die Frau, die ganz viel durch die Welt gereist ist, sich in letzter Zeit im Loslassen übte und das Wort Heimat für sich nicht so richtig definieren kann, schafft sich einen Garten an. Rund um eine kleine Hütte, nicht sehr groß, in Ostseenähe, mit Blick auf einen Leuchtturm. Acht Monate will sie hier täglich ackern und Erlebtes, Erfahrenes und Beobachtetes festhalten. Entgegen der anfänglichen Vorstellung amüsiert mich das Buch von der ersten Seite an. Meike Winnemuth erzählt von ersten Begegnungen mit Nachbarn, einem Großeinsatz, gute Erde auf die Scholle aufzubringen, dem Bau eines erstes Hochbeetes, den ersten Aussaaten und deren wochenlangem Hüten. Sie schaut englische Gartenserien, die den Briten heilig sind, repariert einen Gartenschlauch und bestellt sich bei Gärtnereien Pflanzen, die auch „gekaufte Verantwortung“ sind. Vieles, von dem sie schreibt, kommt mir bekannt vor. Das habe ich so auch schon erlebt und vielleicht sogar an dieser Stelle davon berichtet. Meike schreibt lakonisch, sehr humorvoll, erfrischend und absolut geerdet. Mit einer gewissen Distanz, ja Verwunderung, beschreibt sie, was mit ihr geschieht. Wie sie sich mehr und mehr verwurzelt, sich beheimatet. Die ersten eigenen Kartoffeln zusammen gegessen mit den Eltern – wunderbar. Das Wiederkommen von einer Reise – sehr ersehnt. So gehen die Tagebuchseiten dahin und mit ihm das Gartenjahr. Am Ende konstatiert die Neu-Gärtnerin: Beim Reisen geht es darum, von der Welt bewegt zu werden, berührt und verändert. Das funktioniert auch in einem Garten.
Ich meinerseits beschließe: Das Gartenjahr mit Meike nehme ich auf meine nächsten Gartenreisen mit und lese meiner Begleitung daraus vor. Wir werden uns bestens unterhalten!
 




Weitere News:
» Gedanken vor dem großen Besuch
» Es grünt so grün...
» Drei Schätzchen im Frühlingsgarten
» Der Hintergrund für alle Blumen
» Gefühlsumschwung dank Regentropfen

 

Sonntagsgrün  |  Beate Schöttke-Penke  |  Alte Dorfstraße 5  |  19069 Drispeth  |  Telefon: 03867-6508  |  E-Mail: info@sonntagsgruen.de