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Teichwasser für Schornsteinwespen


  27.04.2019 - Dieser Tage trank ich mit meinem Mann einen Milchkaffee. Unsere fünf großen Kirschbäume stehen derzeit in Blüte. In der Luft nahmen wir ein Summen und Brummen wahr. Darüber freuten wir uns.

Wir können auf eine gute Kirschernte hoffen und wissen zugleich, dass wir der Insektenwelt etwas Gutes tun. Da wir an unserem Schwimmteich saßen, viel unser Blick auf im flachen Wasser liegende Steine. Und auch da konnten wir ein Summen und Brummen wahrnehmen. Unmittelbar am Übergang vom Wasser zum Stein saßen Dutzende Bienen. Sie schienen zu trinken. Brauchen Bienen Wasser? Auf diese Frage hatten wir Gärtner keine Antwort und das, obwohl wir seit Jahren ein Insektenhotel haben und pflegen, obwohl wir gerade wieder einen Totholzstapel angelegt haben, obwohl an jedem Obstbaum auf der Wiese inzwischen ein Vogelhaus hängt. An einer vielfältigen Tierwelt in unserem Garten ist uns gelegen und doch hatten wir bislang darüber noch nicht gründlich nachgedacht. Eine kleine Recherche im Internet ergab, dass Bienen, Hummeln, Wespen & Co. sehr wohl Wasser brauchen. Für Bienenvölker ist dies ziemlich klar. Um die Durchschnittstemperatur im Bereich des Brutnestes auf 34,5 Grad halten zu können, muss die Luft erwärmt bzw. gekühlt werden. Reicht dafür das Ventilieren mit Flügeln nicht, wird Wasser eingetragen. Man schätzt, dass ein mittelstarkes Volk während der intensiven Brutzeit bis zu 200 Gramm Wasser pro Tag braucht. Sehr viel Wasser wird auch für das Füttern der Larven benötigt, denn die müssen faktisch in einem Futtersaft schwimmen. Auch Wildbienen, Wespen oder Käfer benötigen Wasser. Allerdings dient ihre Stippvisite an einer Tränke nicht in erster Linie der eigenen Erfrischung. Wespen beispielsweise stillen ihren Durst für gewöhnlich mit Hilfe der Körperflüssigkeiten, die in erjagten Insekten stecken. Sie benötigen Wasser für ihren Nestbau. Nur so können sie die von alten Hölzern abgeraspelten Pflanzenfasern zu einem Brei verarbeiten. „Mauernde“ Wildbienen wiederum nehmen Wasser auf zum Mörteln von Brutzellen und Nesteingängen. An unserem Insektenhotel beispielsweise können wir seit Jahren Gemeine Schornsteinwespen beobachten. Dass diese beim Nestbau den Lehmwand-Aushub am Eingang befestigen und sich so Stück für Stück Röhren bilden, haben wir wiederholt beobachtet. Dass dafür eben auch Wasser notwendig ist, darauf hätten wir längst schon mal kommen können.




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