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Der Verkaufsstand in unserer Straße


  05.06.2019 - Gärtnerinnen und Gärtnern packen gerne selbst an. Das gilt nicht nur für die Erde, auf der sie werkeln, sondern oft auch für die Küche.

 Hier werden aus Obst und Gemüse des Gartens, manchmal sogar aus Blüten, Früchten und Samen der freien Natur, leckere Sachen gezaubert. Und das nicht ausschließlich für den Tisch von heute. Gärtner denken gerne voraus. Also wird eingekocht, eingekellert, tiefgekühlt. Wer ganz fleißig ist, bringt gern Familienangehörigen, Freunden oder Bekannten von den selbst gemachten Sachen etwas mit. Meistens hat man ja doch mehr gemacht als aufgegessen werden kann. Und wer noch fleißiger ist, eröffnet vielleicht einen kleinen Stand vor dem Haus, an dem er seine Sachen feilbietet. So wie A. in unserem Dorf mit ihrem Gartenstand. Seit Jahren gibt es an ein paar Tischen Blumen, Blumensträuße, getopfte Pflanzen, Marmeladen, Sirupe etc. aus eigener Herstellung. Für wenig Geld kann der Kunde sich die dargebotenen Sachen mitnehmen. Das ist zu löhnen in eine Kasse des Vertrauens.
Neulich nun bin ich Frau A. beim Einkauf begegnet. Sie hatte Zucker gekauft. Daraus stellte sie dieser Tage Löwenzahnsirup und Holunderblütensirup her. Wer sich selbst einmal an derartige Arbeiten heran gewagt hat, weiß, wieviel Zeit investiert werden muss, ehe der Sirup in der Flasche ist und verkostet werden kann. Frau A. berichtete, dass sie für ihren Sirup 2000 (!) Löwenzahnblüten geerntet hat. Ich wusste sofort, diese Geduld, diesen Fleiß würde ich niemals aufbringen wollen. Daher stand für mich fest: Von dem Löwenzahn-  und Holunderblütensirup werde ich einige Flaschen käuflich erwerben. Ersteren habe ich gerade bei einer Bekannten gekostet und er schmeckte wunderbar. Auf den Zweiten schwört mein großer Sohn seit Jahren. Sobald er mal daheim ist, kauft er sich den Sirup bei Frau A. In der großen Stadt, in der er jetzt wohnt, kann ich ihm keinen schöneren Gruß aus der Heimat bereiten. Selbstverständlich werde ich das wenige für die Waren erbetene Geld in die Kasse des Vertrauens tun.
Doch leider, so berichtete mir Frau A. ist dies nicht bei allen Kunden selbstverständlich. Sie hat sich schon manches Redegefecht mit Leuten geliefert, die zwar schon ihren Kofferraum mit Waren vom Verkaufsstand gefüllt hatten, nicht aber bereit waren, das eingeforderte Geld dafür zu bezahlen. Der Frust bei der Gärtnerin nebenan ist dementsprechend groß. Den bekommt auch derjenige zu spüren, der dieser Tage am Gartenstand von Frau A. vorbei geht. Auf einer Kiste ist da zu lesen: Seid ehrlich, sonst ist hier Schluss!
 




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Sonntagsgrün  |  Beate Schöttke-Penke  |  Alte Dorfstraße 5  |  19069 Drispeth  |  Telefon: 03867-6508  |  E-Mail: info@sonntagsgruen.de