Startseite Gartencafé Gartenkultur Gartenreisen Angebot für Gruppen Gartenbilder Gartenkolumne in der SVZ Gartenbrief Kontakt / Anfahrt Impressum Datenschutz


Sonntagsgrün Surftipps:

News


Ein perfekter Tag in meinem Garten


  08.07.2019 - Dieser Tage schaute mich in meinem Staudenbeet die erste Phloxblüte an. Sofort durchschoss es mich: Du hast den Frühsommerschnitt vergessen!

Den wende ich seit ein paar Jahren an, um die Blütezeit meiner vielen Phloxsorten zu verlängern. Warum nur hatte ich ihn versäumt, fragte ich mich? Und landete bei der Erkenntnis, dass Frühsommer gerade erst ist. Nach dem phänologischen Kalender nämlich beginnt mit der Blüte des Schwarzen Holunders diese Zeit. Dessen rosa Dolden grüßten vom Teich herüber. Also noch nichts verloren, sagte ich mir. Und balancierte den Vormittag drauf durch meine Beete und schnitt gefühlt jeden zweiten Phloxstengel ab. Viele hatten schon sichtbar Knospen angesetzt. Und so tat mir mein Tun auch irgendwo leid. Andererseits tröstete ich mich mit dem Gedanken, dass ich so mehr vom Blühen in meinem Garten haben werde.
Die Schere setzte ich an dem Tag auch an meinen Buchsbaumpflanzen an. Der Tag war verhangen, am Nachmittag stand nichts Anderes auf der To-Do-Liste und die Immergrünen auf dem Hof schienen innerhalb kurzer Zeit spürbar aus der Form gegangen zu sein. Inmitten der nach den Regengüssen der letzten Wochen ins „Kraut geschossenen“ Stauden empfinde ich akkurat geschnittene Buchsbaumformen als sehr wichtig. Also wurde kurzerhand die Buchsbaumschere angesetzt, bekamen die Kugeln ihre strengen Rundungen.
Abends hatten wir dann die Schwiegereltern zu Gast. Sie haben über Jahre auf unserem Hof mitgeholfen. Bei der Haussanierung, beim Holz machen, im Garten selbst. Nun, über 80, genießen sie das, was über die Jahre entstanden ist. So hoffen wir es jedenfalls. Gemeinsam gingen wir durch den Garten, nahmen alles in Augenschein. Unter einem unserer großen Kirschbäume kamen wir zum Sitzen. Hier reifen in diesen Tagen die roten Kugeln. Die Schwiegereltern pflücken sich gern mal einen Eimer voll. Die Einladung dazu wurde denn auch dieses Jahr ausgesprochen.
Danach schmiss der Koch unserer Familie den Grill an. Bei gutem Essen und einem Glas Wein ließen wir es uns gut gehen. Der jüngste Sohn kam dazu. Das Gespräch pendelte zwischen der Reise, die die Schwiegereltern in ihre frühere Heimat Ostpreußen unternommen hatten, und dem Wochenende in Köln, an dem sich der Sohn mit Freunden aus seinem Afrika-Jahr getroffen hatte.
Es gibt Momente, in denen möchte man das Leben anhalten, weil die Tage sich leicht anfühlen. Trotz der Arbeit, die getan werden muss. Oder gerade deshalb. Dieser Tag im Garten war ein solcher: Für mich perfekt!
 




Weitere News:
» Des Gärtners liebstes Kind
» Auf Du und Du mit der Gartenwelt
» Ihr Name ist Rita
» Vorfreude auf die Arbeit von morgen
» Erinnerung an einen heiteren Ort

 

Sonntagsgrün  |  Beate Schöttke-Penke  |  Alte Dorfstraße 5  |  19069 Drispeth  |  Telefon: 03867-6508  |  E-Mail: info@sonntagsgruen.de