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Gedankengänge um die Üppigkeit


  08.07.2019 - Im Frühling wünsche ich mir meinen Garten voller Fülle, voller Üppigkeit. Alles soll möglichst groß werden, vieles soll blühen. Nun, ein paar Wochen später sieht die Welt schon anders aus.

Angesichts von zu viel Biomasse ringe ich gefühlt um Luft. Die Rispenhortensie ‘Limelight’ hat sich über die Jahre prächtig gemacht. Mit dem Zuwachs von diesem Jahr bringt sie es auf eine Höhe von zweieinhalb Metern. Eine Diva, die den Hof dominant beherrscht und alle Blicke auf sich zieht. Will ich das so? Ich denke erstmals darüber nach, sie im Winter deutlich runter zu schneiden. Unterm großen Kirschbaum sind die Hostas ‘Blue Angel’ und ‘Kiwi Full Monty’ in ihren Kübeln faktisch explodiert. Im nächsten Frühjahr werde ich sie teilen müssen. Auf dem weißen Beet hat sich der Phlox breit gemacht und macht der benachbarten weiß berandeten Hosta ‘Minuteman’ den Platz streitig. Stark ausgebreitet hat sich auch die Herbstanemone ‘Honorine Jobert’. Ich werde Ableger machen können, nach denen ich ohnehin immer wieder gefragt werde. Die Haselnusssträucher gleich daneben sind auf dem Weg zu Bäumen. Wenn hier im Winter nicht die Säge angesetzt wird, bekommt der Hartriegel ‘Weiße Fontäne’ deutlich Schlagseite. Meine zwei erst im Frühjahr bepflanzten Beete sind jetzt schon dicht und ich überlege, ob ich nicht den Kugeldisteln deutlich Einhalt gebieten sollte. Auf den beiden Staudenbeeten am Teich ist der Kandelaber-Ehrenpreis ‘Lavendelturm’ eine elegante Erscheinung. Doch er hat sich breit gemacht, sogar teilweise meinen geliebten Phlox verdrängt. Ich werde ihn zurück nehmen, damit ein paar neue Phloxpflanzen nachrücken können. Am Gewächshaus im Küchengarten sind in diesem Jahr die rot blühenden Geranien positioniert. Auf zwei Dreieckbeeten daneben wachsen gelbe und orange Ringelblumen. Für mich eindeutig zu viel und sich beißende Farbe an dieser Stelle. Wohin kann ich sie verbannen, überlege ich. Und auch im Waldgarten sind die Beetflächen so zu, dass auch der winzigste Pflanzeneinkauf nicht mehr unter zu bringen wäre.
Meine Auflistung macht deutlich, dass es im Herbst viel zu tun gibt in meinem Garten. Bin ich undankbar für all das Werden und Wachsen, frage ich mich selbstkritisch. Und tröste mich mit dem immer wieder gern zitierten Bonmot des Staudenzüchters Karl Förster: Wer mit seinem Garten zufrieden ist, hat ihn nicht verdient!
 




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