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Erinnerung an einen heiteren Ort


  22.07.2019 - Vor über fünfzehn Jahren machte unsere Familie im Sommer auf der dänischen Insel Bornholm Urlaub. Wir hatten uns ein Quartier in Swaneke gesucht, einer Stadt mit kleinem Hafen und typisch dänischem Flair.

Des Abends, wenn die Söhne im Bett lagen, spazierten wir gern durch die Straßen. Obwohl in denen für Fußgänger und Autos nicht mehr Platz zur Verfügung stand als in hiesigen Kleinstädten, erinnere ich Swaneke seitdem als ein blumiges Städtchen. Das lag an den vielen Stockrosen, die sich an den Hauswänden empor ragten, auch noch an den minimalsten Pflanzplätzen. Als Gärtnerin weiß ich inzwischen, dass es für Stockrosen aus der Familie der Malvengewächse ein Leichtes ist, sich mit ihren Pfahlwurzeln aus den Tiefen des Bodens das Notwendige an Wasser und Nährstoffen zu „angeln“. Hohe gärtnerische Kunst war also für die freundliche Atmosphäre im Ort gar nicht nötig.
Ich vermute, mit unserem Bornholm-Urlaub kamen Stockrosen in meinen Garten. Ob ich mir eine erste Pflanze kaufte oder mir jemand Samen gab? Die Erinnerung daran ist erloschen. Doch gehalten haben sich die Pflanzen über all die Jahre. Immer wieder mäandern sie durch den Garten, versäen sich mal hier, mal dort. Nicht immer mag ich die Plätze, die sie sich erwählt haben. Dann rücke ich ihnen auf den Leib. Doch in den letzten zwei Jahren habe ich gezielt dafür gesorgt, dass sie zwei Plätze deutlich verschönern. Am Stall unserer indischen Laufenten ist über die letzten zwei, drei Jahre ein schmales Beet entstanden, in das mal das Eine, mal das Andere gepflanzt wurde. Hier blühen jetzt unter anderem gelbe, weiße und rosa Stockrosen. Sogar eine gefüllte Variante, dunkelrosa mit hellrosa gerüschtem Rand habe ich ausgemacht. Auch an der Steinmauer hin zur Straße durften sich in den letzten Jahren die Rosen an Stöckern breit machen. In diesen Tagen geben sie ein schönes Bild ländlichen Charmes ab. Weiße Stockrosen mit dunkelroter Mitte sind am Hausgiebel, gelbe mit grüner Mitte vor der Mauer hin zur Straße, Varianten in Hell- und Dunkelrosa oder tief dunklem Rot hinter der Steinmauer. Von all diesen Farbnuancen werde ich Samen nehmen und so gerüstet sein für weitere Gestaltungsideen. Und eventuelle Nachfragen. Gleichzeitig nehme ich mir vor: Die schwarzen Rosen am Stock, die ich schon einmal hatte, werde ich mir noch einmal besorgen. Sie fehlen mir in meiner kleinen Sammlung!
 




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