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Ihr Name ist Rita


  05.08.2019 - Rita lernten wir im Gutshausgarten in Rothen, einem kleinen Ort im Landkreis Ludwigslust/Parchim kennen. Sie schaute in die Baumwipfel hoch über sich. Hatte die Hände in den Taschen. Hatte keine Gardemaße. Und war aus Holz.

Sie gefiel uns. So eine Skulptur könnten wir uns auch in unserem Garten vorstellen. Die Nachfrage ergab, dass Stefan Albrecht sie gefertigt hatte. Ein hiesiger Künstler, der für seine „aus dem Leben gegriffenen“ Skulpturen bekannt ist. Diese kommen oft nicht in den Idealmaßen von Models daher und haben zuweilen ein lebendes Vorbild. Wir gaben Rita II in Auftrag. An ihre Anlieferung, an die Findung eines geeigneten Platzes in unserem Garten, an das Verankern im Gartenboden erinnern wir uns lebhaft. Fotos wurden gemacht, wie wir ihr bei der Aufstellung an die Wäsche, sprich an die ausladenden Brüste gehen mussten, um sie in die Senkrechte zu bekommen. Der jüngere Sohn ließ sich - in gleicher Stellung wie sie - neben ihr ablichten.
Seitdem gehört Rita zu unserem Garten. Anfangs war ihr Blick in den mecklenburgischen Himmel unverstellt. Doch nun, wo die Obstbäume an Größe zugenommen haben, umrahmen sie Rita mehr und mehr. Eigentlich könnte der Blick an ihr hängen bleiben, schon wenn man den Garten betritt. Doch so mancher entdeckt die unauffällige Skulptur erst beim wiederholten Gartenbesuch. Das gefällt uns. Kunst, Dekorationen im Garten sollten nicht nach Aufmerksamkeit schreien. Wenn sie sich einbetten ins Ganze, die gewünschte Atmosphäre unterstreichen – dann ist für uns die Platzierung geglückt.
Wahrscheinlich ist Rita die meistfotografierte Person in unserem Garten. Wenn Besucher zu uns kommen und ich diese durch unser Refugium führe, dann endet unser Rundgang immer bei Rita. Für mich ist die Skulptur nämlich mehr als nur eine Arbeit in Holz. Ich weise dann gern darauf hin, dass Rita in den Himmel schaut und die Hände in den Taschen hat. Und dass wir Gärtner ja oft genug unseren Blick auf den Boden gerichtet und meistens auch nicht die Hände in den Taschen haben. So sei Rita für mich ein gutes Sinnbild dafür, dass man im Leben die Balance suchen, man beides ausleben solle  - das Tätig Sein wie auch den Müßiggang.
Wie unterschiedlich der Blick auf Rita ist, machte mir kürzlich übrigens ein Gespräch mit meinem Mann deutlich. Der, in seiner gewohnten Lakonie, bemerkte: Durch Rita bin ich z.B. beim Abmähen der Streuobstwiese nie allein!
 




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