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Des Gärtners liebstes Kind


  15.08.2019 - Des Gärtners liebstes Kind – so scheint es - ist der Rasen. Immer wieder kreisen Gespräche darum. Wie pflegt man ihn, wie hält man ihn kurz?

Wir nehmen uns da nicht aus. Schon in meiner Anfangszeit als Gärtnerin habe ich gelernt, dass ein gemähter Rasen den Garten immer gepflegt aussehen lässt. Ich selbst habe für mich herausgefunden, dass ein Garten ohne Rasen für mich nicht denkbar ist. Ich brauche Luft zwischen den Beeten, damit diese auch zur Geltung kommen. Aber – und auch das habe ich für mich entschieden – ich mache keinen Bohei um den Rasen. Mit irgendwelchen Mittelchen komme ich ihm nicht zu nahe. Im Rasen dürfen Klee, Wegerich, Gänseblümchen & Co. wachsen. 
Natürlich haben wir uns damit beschäftigt, wie wir kräfte- und ressourcenschonend unseren Rasen kurz halten können. Als vor ein paar Jahren der Rasentraktor seinen Geist aufgab, bot sich an, über eine andere Variante nachzudenken. Wir entschieden uns für einen Rasenroboter. Zeit, um den Rasen zu mähen, müssen wir seitdem nicht mehr investieren. Benzin muss nicht mehr gekauft werden, die Geräuschbelästigung tendiert gegen Null. Und – der Garten sieht faktisch immer gepflegt aus.
Allerdings setzen wir uns seitdem immer mal wieder mit dem schlechten Ruf auseinander, den Rasenroboter im Allgemeinen haben. In einer einschlägigen Gartenzeitschrift schrieb ein Gartengestalter dieser Tage von dem „ultimativem Wüstenmacher“, der immer mal wieder „Igel umwemmst“. Solcherlei Schwarz-Weiß-Malerei ärgert uns. Verdammen wir Küchenmesser, weil man damit auch töten kann? Man sollte differenzierter an die Sache rangehen. Wegen unseres Roboters musste noch kein Igel sein Leben lassen. Bei uns tummeln sich Igel des Abends auf dem Kompostplatz, zwischen den Stauden, gestern unmittelbar vor der Küchentür. Die Erklärung für die Igelschonung ist ganz einfach. Rasenroboter lassen sich so programmieren, dass sie nachts gar nicht unterwegs sind. Im Übrigen sagt das Vorhandensein eines Rasenroboters nichts aus über den ökologischen Wert eines Gartens. Mit vielen insektenfreundlichen Stauden und Gehölzen, einer großen Blumenwiese, mehreren Obstbäumen, einem Insektenhotel, unzähligen Vogelhäusern und und und gerät unsere Natur-Oase für Mensch und Tier immer besser. Ergo: Nicht der Rasenroboter ist das Problem. Sondern der Mensch mit seinem Gestaltungs(Un)willen.
 




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