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Versuch und Irrtum


  27.08.2019 - Seit ich an dieser Stelle regelmäßig zum Thema Garten ein paar Worte verliere, werde ich zuweilen als „Gartenexpertin“ bezeichnet. Als eine solche empfinde ich mich nicht. Ich habe das Gärtnern im klassischen Sinne nie gelernt. Im Gegenteil. Ich würde behaupten wollen, dass ich einen sehr weiten Weg gegangen bin, um in meinem Garten anzukommen.

Als Kind und Jugendliche waren die Bücher meine Welt. Die Erdbeerreihen, die ich in den Sommerferien in dem Kleingarten meiner Eltern bepflücken sollte, schienen mir unendlich. Inzwischen weiß ich allerdings, wer heute intensiv gärtnert, hat in der Regel in seiner Kindheit einen Bezug zu einem Garten gehabt hat, hat in ihm gelebt, geerntet. Da verankert sich wohl doch etwas im Gehirn. Die dörfliche Ruhe, das nicht enden wollende Gefühl von Hier-passiert-ja-gar-nix bei meiner Tante Erika fand ich als Jugendliche todlangweilig. Heute empfinde ich genau dieses Gefühl fernab des Trubels dieser Welt als beglückend.
Ich bin zum Gärtnern durch einen schönen Zufall gekommen. Wir hatten uns ein Haus auf dem Lande mit viel Fläche drumrum gekauft und just zu dem Zeitpunkt lief mir eine tolle Gärtnerin über den Weg. Ich pflanzte die ersten Blumen, kaufte ein erstes Buch, fuhr immer mal wieder bei der Gärtnerin vorbei, suchte das Gespräch mit ihr. Die folgenden Jahre sind angefüllt mit Versuch und Irrtum. Ich habe gepflanzt, umgestaltet, neu gepflanzt. Was mir in dem einen Jahr gefallen hat, entpuppte sich manchmal geschmacklich als nicht dauertauglich. Nicht alles kam mit den hiesigen Gartenverhältnissen zurecht. Manche Pflanze, z.B. Rittersporn,  habe ich „abgewählt“, weil ich mich zu sehr darum kümmern hätte müssen. Mit den Jahren habe ich mich belesen, gern und ausdauernd Gärtnern zugehört und mir die Gärten der Anderen angeschaut. Stück für Stück öffneten sich mir mehr und mehr die Augen, kam die eine Erfahrung zur nächsten, wurde mir bewusst, wie mein Garten einmal aussehen könnte.
Wenn ich heute eine Begrifflichkeit für mich suchen sollte, dann würde ich mich als „lernende Gärtnerin“ bezeichnen. Schon Staudenzüchter Karl Förster prägte das Sprichwort, dass ein Gärtnerleben nicht ausreiche, um alles wissen, alles erfahren, erleben und auskosten zu können. Versuch und Irrtum, das weiß ich inzwischen mit Sicherheit, werden mich auch in Zukunft begleiten. Wahrscheinlich sogar ist: Ein Leben lang!
 




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