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Besuch bei der 10 000-Volt-Frau


  02.09.2019 - Dieser Tage ging ich mal wieder einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nach: Ich besuchte die Gärten der Anderen. Prächtige Hochsommergärten standen auf dem Programm. Davon gibt es in der niederländischen Region rund um Groningen reichlich.

 Eine Station war der Tuinfleur – eine prächtige Anlage. 10 Gartenzimmer reihen sich auf dem 6000 Quadratmeter großen und langgestreckten Grundstück aneinander. Jedes voller Ideen, erlesenen Pflanzenansammlungen, zum Teil vielen Raritäten. Im Frühling kann man hier über 200 Schneeglöckchen-Sorten und viele Tausend Zwiebel und -Knollengewächse bestaunen. Im Sommer kommen die vielen Pflanzenschönheiten zum Zuge, darunter beispielsweise 600 Hosta-Sorten und in ca. 100 Arten und Sorten Farne. Besucher vermuten nicht zu Unrecht, dass Pflanzen  im Wert eines Luxusautos in die Erde gebracht wurden. Vielleicht sind es aber auch drei oder vier. Der Garten endet am Deich zum Oldambter Meer. Gäbe es das nicht, wer weiß, wo die Gartenleidenschaft seiner Besitzer ein Ende gefunden hätte?
Oder sollte ich sagen, Gartenverrücktheit? Gärtnerin Rika van Delden muss man erlebt haben. Eine Frau von nicht enden wollender Energie, so scheint es. Mit einer ansteckenden Fröhlichkeit und Zuversicht führt die Gärtnerin durch ihr Reich, beantwortet Fragen, erzählt vom Pflanzen und Gestalten, plaudert aus ihrem Leben. Es scheint, als sei die Bewunderung der vielen Besucher ihr Motor. Sich der Energie von Rika van Delden zu verschließen, gelingt niemandem. Reisebegleiterin Traudi sprach denn auch von der „10 000-Volt-Frau“. Ein jeder scheint angesteckt von dieser Leidenschaft, dieser Zuversicht, die zugleich das eigene Tun bestätigt: Ja, so befriedigend kann Gärtnern sein!
Peter van Delden, der Mann von Rika, scheint etwas in ihrem Schatten zu stehen. Dabei ist der Garten ohne ihn nicht zu denken. Er schneidet sämtliche Hecken, insgesamt 3 Kilometer, zum Teil sehr ideenreich. Viermal im Jahr kommt die Heckenschere zum Einsatz. Eine echte Herkulesaufgabe Jahr für Jahr. Im Herbst wird zudem alles Verblühte abgemäht, damit in jedem Jahr neu die Zehntausenden Blumenzwiebeln für den Frühling in die Erde gebracht werden können. Auch das in reiner Handarbeit – mit einem Schäufelchen. Hilfe im Garten gibt es nicht – noch immer bewuppen die beiden, wenn auch nahe 70, ihren Garten ganz alleine. Wer mit Peter ins Gespräch kommt, merkt schnell: Auch er ist ein Gärtner voller Energie und Leidenschaft. Oder anders gesagt: Ein 10 000-Volt-Mann! Traudi würde ihn zu gern engagieren.
 




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Sonntagsgrün  |  Beate Schöttke-Penke  |  Alte Dorfstraße 5  |  19069 Drispeth  |  Telefon: 03867-6508  |  E-Mail: info@sonntagsgruen.de