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Transparenz für die `Limelight`


  26.09.2019 - Auf Rispenhortensien bin ich gut zu sprechen. Sie sind pflegeleicht, können in die Sonne gepflanzt werden, machen bei Trockenheit nicht so schnell schlapp und wenn man ihnen im Frühjahr eine Hand voll Rosendünger an die Füße gibt, können sie sich zu prächtigen Exemplaren entwickeln.

Die Sorte ‘Pinky Winky’ hat in diesem Jahr mein Herz erobert. Endlich an einem ihr zusagenden Platz ist der Zuwachs beträchtlich, die Zauberhaftigkeit ihrer Rispen nicht zu übersehen. Die Sorte ‘Great Star Vasterival’ kaufte ich mir vor Jahren, weil ein kundiger Gärtner mir von ihr vorschwärmte. Der irgendwo zwischen anderen Verkaufsexemplaren eingezwängten Pflanze sah man das Potential nicht an. Inzwischen aber habe ich durch Schnittmaßnahmen ein schönes Exemplar heran gezogen, dessen schmetterlingshafte Blüten alljährlich verzücken. Der Klassiger unter den Rispenhortensien, die ‘Limelight’, quillt über von Blüten. Viele Gespräche, wie man so eine prächtige Pflanze hinbekommt, kreisen darum. Ich allerdings bin mit der Blütenwucht gar nicht so zufrieden, was an dieser Stelle schon mal zur Sprache kam. Meine Staudengärtnerfreundin empfahl mir darauf hin, die Pflanze aufzuasten. So könnte der benachbarte Kerzen-Knöterich sich besser zu den Bollerblüten gesellen, hätte das Lampenputzergras genug Luft für die eigene Entfaltung und käme jetzt im September einfach mehr Licht durch die Pflanze, was der ganzen Atmosphäre auf dem Hof zuträglich wäre.
Nun ist es ja oft so, dass wenn man sich mit einem Gartenproblem rumträgt, auch von irgendwo die Lösung auf einen zukommt. Jedenfalls las ich jüngst in einer Gartenzeitschrift über die vor zehn Jahren verstorbene Prinzessin Greta Sturdza, die in ihrem bekannten Garten La Vasterival in der Normandie den „Transparenz-Schnitt“ entwickelt hat. Dabei werden Zweige so entfernt, dass Bäume und Sträucher eine luftige Form bekommen, so dass die jetzt tiefer stehende Sonne die Gehölze vorteilhaft in Szene setzen kann. Zwar hieß es, dass die Schneidearbeit mit der Arbeit eines Künstlers zu vergleichen sei, damit aus vegetabilem Material quasi grüne Skulpturen entstehen können, doch seitdem mir dieser Tage eine Gärtnerin riet, jetzt sei die beste Zeit, Hand an zu legen, weil man die schönen Blüten bestens trocknen könnte, gibt es für mich kein Halten mehr: Ich schneide Trockenstrauß um Trockenstrauß. Und hoffe auf Abnehmer!
 




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