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Was gut ist für den Menschen...


  26.09.2019 - Vor Wochen bat die Nachbarin um einen Gartenrat. Seit Jahren schwört sie wie wir auf die Tomatensorte Ruthje.

Die ist seit einigen Jahren auf dem Markt, wurde von Ulrike Behrendt im niedersächsischen Oldendorfer Saatzuchtbetrieb gezüchtet. Die Pflanzen tragen viele Früchte, sind relativ resistent gegen Braunfäule. Reichliches Düngen erübrigt sich im Frühjahr, da die Sorte für nährstoffarme Böden gezüchtet wurde. Nur auf ihnen entfalten die Früchte ihr volles, wunderbares Aroma. Wir finden an der Tomate besonders gut, dass man von ihr Samen für das kommende Jahr nehmen kann, was wir seit ein paar Jahren auch machen. Im Frühjahr wachsen demzufolge auf unseren Fensterbrettern Dutzende Kleinpflanzen heran, die zeitig ins Gewächshaus kommen und begeisterten Abnehmer finden. Dazu gehören auch die Nachbarn, die sich hinter ihrem Sommerhäuschen immer ein paar Exemplare in Töpfen halten.
In diesem Jahr allerdings wiesen ihre Früchte graubraune bis braunschwarze Verfärbungen im Bereich der Blütenansatzstelle auf, die leicht eingesunken und teilweise verhärtet waren. An zu viel Wärme konnte die sogenannte Blütenendfäule nicht liegen, denn unsere Pflanzen reifen in unserem Gewächshaus und hier brütete unter ganztägiger Sonneneinstrahlung wirklich die Hitze. Eine kleine Recherche ergab, dass eine Unterversorgung der Früchte mit dem Pflanzennährstoff Calcium die Flecken-Erscheinung verursacht. Zu wenig Calcium ist im Boden dann, wenn dieser einen zu niedrigen PH-Wert hat. Aber auch wenn bestimmte Nährsalze wie etwa Ammonium, Kalium, Magnesium und Natrium in erhöhter Konzentration im Boden vorliegen, kann die Calciumaufnahme durch die Tomaten behindert werden. Biogärtner streuen, so empfiehlt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen für diesen Fall, etwas Gesteinsmehl um die betroffene Pflanze. Wichtig sei, dass Tomaten in der Wachstumsphase 1 bis 2 Mal wöchentlich auf diese Weise versorgt werden. Mit organischem Dünger solle man maßvoll umgehen. Und gegossen werden sollte regelmäßig aber nicht zu viel, rät die Landwirtschaftskammer.
Meine Nachbarin löste übrigens ihr Tomatenproblem auf ihre Weise. Weil ihr Calcium-Abpackungen im Baumarkt einfach zu groß erschienen, griff sie in der Drogerie zum Nahrungsergänzungsmittel Calcium. Ein, zwei Pillen machten der Blütenendfäule ein Ende. Was sie so kommentierte: Was für den Menschen gut ist, kann ja den Pflanzen nicht schaden!
 




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