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Gemeinsam im Arbeits-Flow


  11.11.2019 - Kürzlich nahm ich ein größeres Umbuddelungs-Projekt in Angriff. Dafür sollten ein paar größere Exemplare von Waldgeißbart ausgegraben werden.

Weil ich inzwischen weiß, dass ich da schnell an die Grenzen meiner Kräfte komme, hatte ich mir beizeiten meinen Mann ins Boot geholt. Woran ich schier verzweifelt wäre, sah bei ihm spielend leicht aus. Sogleich nahmen wir das zweite Projekt in Angriff. Eine Funkie, die in diesem Jahr scheinbar ihren Kübel sprengte, sollte aus diesem raus befördert und geteilt werden. Sage und schreibe eine halbe Stunde werkelten wir an Pflanze und Topf, bis beides getrennt war. Ein Vorhaben, das ich niemals alleine bewältigt hätte. Schlussendlich hätte ich mir nicht anders zu helfen gewusst, als den Topf zu zertrümmern, wobei es mir um dessen Daheinscheiden sehr leid getan hätte. Weil wir gerade so richtig im Arbeits-Flow waren, bat ich meinen Mann noch, mir einige große Funkienbestände, teilweise quadratmetergroß, auszubuddeln. Allein auf meine Kraft angewiesen, hätte ich wahrscheinlich Stunden gebraucht, um die kräftigen Pflanzen aus der Erde zu hieven. Weil ich diese teilen und topfen wollte, sollte mein Mann die Stückelung auch noch schnell zu übernehmen. Das fiel denn auch ihm nicht so leicht. Letztendlich setzte er den Spaten senkrecht an die Teilungsstelle, sprang schnell mal auf den Spaten und unter seinem Körpergewicht sank dieser in die Tiefe und trennte die Pflanzenteile. Das rhythmische Spaten-Drauf-Hüpfen und Versinken erzeugte bei uns beiden Heiterkeit und mit jedem neuen Ansetzen genossen wir das Geschehen mehr. Ich – lediglich mit dem Betrachten, Kommentieren, ja zuweilen auch Anweisen beschäftigt – konnte mir auf das ganze Geschehen einen Reim machen. Erinnerte mich daran, in wie vielen Gärten ich schon von der Arbeitsteilung zwischen Frau und Mann gehört hatte. Und wie sehr immer wieder betont wurde, wie wichtig Männer für die „schweren Arbeiten“ seien. Und - wie schwierig es zuweilen sein kann, wenn Gartenbesitzerinnen die Kraft von Männern nicht mehr zur Verfügung steht. All dies im Hinterkopf kommentierte ich unser Werkeln mit dem Stoßseufzer: „Ein Garten ohne Männer geht ja gar nicht!“ Was mein Mann wiederum – typisch Mann – zu der Äußerung hinriss: Sag mir mal, was ohne Männer geht!“ Nun ja, dazu würde mir schon was einfallen. Aber ein Garten ohne Männer geht eben fast gar nicht!




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