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Bewegung als tägliche Wartung


  21.11.2019 - Im Frühling, im Sommer im Garten zu arbeiten, dafür braucht es in der Regel keine Überwindung. Die Sonne lachte, die Vögel zwitschern, unsere Lebensgeister erwachen – was hält uns Gärtnerinnen und Gärtner da noch drinnen in unseren Stuben. Doch jetzt im Herbst, gar im Winter?

Wenn die Tage grauer werden, nebliger, nass-kalter, zieht es uns wie andere Menschen auch in die warme Stube, an einen Ofen, ein gutes Buch, eine Tasse Kaffee oder Tee. Mal alle viere grade sein und gefühlt nichts tun müssen – das wär‘s doch. Bei Temperaturen unter 10 Grad, gar um die Nullpunkt in den Garten zu gehen, das kostet manchmal einen kleinen Kampf gegen den inneren Schweinehund. Doch wenn wetterfeste Kleidung zur Verfügung steht, dazu wasserdichte Arbeitshandschuhe, gibt es eigentlich keinen Grund, die Wärme nicht zu verlassen. Die Natur erfreut einen jeden Tag aufs Neue. Wie sagte schon Vincent van Gogh: If you truly love nature, you will find beauty. Bei Farbenspielen von grün-gelb-beige-braun können wir dieser Tage das Vergehen studieren. Zudem gibt es noch so viel zu tun. Die letzten (Um-)Pflanzungen sind vorzunehmen, ein paar allerletzte Blumenzwiebeln wollen in die Erde, der Rasen will von der Blätterdecke befreit werden, ein paar Funkien wollen geteilt und getopft werden und die Haselnüsse in der Hecke könnten ausgelichtet oder gestutzt werden. Sooo viel Arbeit, würde derjenige Zeitgenosse stöhnen, der mit Garten nicht viel am Hut hat. Doch wir Grünlinge (wie ein mir bekannter Gärtner gern von sich sagt) wissen es ja besser. Andere müssen nach einem Tag im Büro nach einem passenden Ausgleich suchen, gehen ins Fitnessstudio, schwingen sich aufs Rad oder setzen sich unter Tageslichtlampen. Wir haben das mit unserer Arbeit, unserem Hobby auf einen Schlag, sind draußen in der Natur, atmen die frische Luft, bewegen uns, tun was Nützliches und wenn die Dämmerung über uns herein bricht, kehren wir in der Regel zufrieden ins warme Haus, die warme Wohnung zurück. Wieder was geschafft! Wieder den inneren Schweinehund besiegt!
Ich habe mir für diesen Herbst vorgenommen, jeden Nachmittag zwei Stunden raus zugehen und im Garten Stück für Stück meine To-Do-Liste abzuarbeiten. So brauch ich mir nicht jeden Tag zu überlegen, was ich mir Gutes tue. Außerdem las ich dieser Tage richtigerweise in einem Medizin-Text: Bewegung ist unsere tägliche Wartung!
 




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