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Ein Schatz, der gehoben ist


  20.12.2019 - Als wir vor über zwanzig Jahren unser Grundstück auf dem Lande eroberten, hatten die Bäume darauf ein überschaubares Maß, lediglich die Kastanie zur Straße und ein alter Kirschbaum waren schon ausgewachsen.

Also war auch das damit verbundene Laub gut zu händeln. Mit den Jahren sind wir ziemlich baumreich geworden. Für den ersten Sohn wurde ein Wallnussbaum gepflanzt, für den Zweiten ein Kirschbaum. Drei Jahre nach unserem Her-Zug legten wir eine Streuobstwiese mit 13 Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pflaumenbäumen an, drum herum und innerhalb des Gartens wurden Hecken gepflanzt. Hinzu gesellten sich über die Folgejahre Maulbeerbaum und Quitte, Felsenbirne und Zierapfel und zur Straße hin ein paar Rotdorne, die das Straßenbild unseres ganzen Dorfes prägen. Bei allen Pflanzungen hatten wir die Verschönerungen unseres Gartens im Blick, kaum aber die Laubmassen, die mit den ausgewachsenen Bäumen verbunden sein würden.
Vor ein paar Jahren konstatierte ich zufrieden, dass unsere Obstbaumwiese nun so ausschaut, wie ich sie mir in den Anfangsjahren vorgestellt hatte. Spätestens seitdem gibt es aber im Herbst auch kaum zu überschauende Laubmassen.
Als eingefleischte Gärtnerin weiß ich, dass Laub eigentlich ein Schatz ist, den es nur zu heben gilt. Zwar macht das Zusammenharken nicht unerhebliche Arbeit, doch wer sich einen eigenen Laubkompost anlegt, der kann zwei, drei Jahre später beste Gartenerde ernten, zu der er nichts weiter beitragen muss. Die Natur macht ihre Arbeit! Für einen eigenen Laubkompostplatz braucht es allerdings Platz. Im letzten Jahr konnte ich meinen Mann endlich dazu überreden, dass er mir einen, wenn auch provisorischen Platz herrichtet. Erstaunlich, wie die meterhohen Massen im Laufe des Jahres in sich zusammenfielen. Auf dem besten Wege zur guten Gartenerde. Da wir die Blättermassen inzwischen teilweise mit einem Rasenmäher aufnehmen, der sie gleich schon mal zerhäckselt, braucht es für den Verrottungsprozess auch weniger Zeit.
In diesem Jahr nun ist ein ständiger Kompostplatz angelegt worden, auf dem die Blattmassen von mehreren Jahren Platz haben. Er ist prima zugänglich und mit der Schubkarre zu befahren. Und für mich Gärtnerin ein schönes Beispiel dafür, dass es für ein Beschenkt-Fühlen nicht vieler Gaben braucht. Sondern manchmal nur eines Platzes für all das Laub!
 




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