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Von Schneebällen, die blühen können


  08.01.2020 - Es wird durchgeblüht! In Gärtnerkreisen ist der Anspruch des Staudenzüchters Karl Foerster allbekannt. Und da gibt es auch das Bemühen, den Garten im Winter nicht nackt erscheinen zu lassen, sondern mit besonderen Rinden oder Blattwerk für Hingucker zu sorgen.

Die Pflanzengattung der Schneebälle (Viburnum) kann solche Wünsche erfüllen. Den Inbegriff des Blütengehölzes verkörpert der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus), dessen große, an Schneebälle erinnernde Blütenkugeln sich im Juni an stattlichen Exemplaren überreich zeigen können. Orangerot wird sich das Laub im Herbst färben, rote Beeren schmücken im Winter den Zierstrauch. Wenn sie denn nicht vorher schon von Vögeln verspeist worden sind. Um einen Tick schöner finde ich den Japanischen Schneeball (Viburnum plicatum ‘Mariesii’), auch Etagen-Schneeball genannt, der in vielen Gärten ein Muss sein sollte. Die tellerartigen Schirmrispen mögen den Betrachter an Hortensien erinnern, die Blütezeit aber liegt auch im Frühsommer und da blüht ja noch keine Hortensie. Ableger lassen sich leicht machen. Ein wunderbares Geschenk an Gartenfreunde. Einige Sorten von Schneebällen können allerdings auch im Winter blühen. Vom Winter-Schneeball (Viburnum bodnantense ‘Dawn’) oder dem Winter-Duftschneeball (Viburnum farreri) öffnen sich erste Blüten  bei milder Witterung im November. Bis zum Frühjahr hält der Blütenschmuck dann an. Der immergrüne Schneeball (Viburnum hytidophyllum) dagegen punktet in der kalten Jahreszeit mit seinen unverkennbaren, sehr großen und eher runzligen Blättern. Wenn im Garten kahles Geäst von Sträuchern und Bäumen vorherrscht, setzt er kräftige grüne Akzente. Allerdings sollte sich, wer den Großstrauch pflanzt, bewusst machen, dass das Gehölz mit seinen fünf Metern Höhe und drei Metern Breite imposant werden kann. Unseren habe ich vor Jahren deshalb gepflanzt, weil mir das stattliche Exemplar bei den Nachbarn so gut gefiel. Der Flachwurzler brauchte ein wenig Zeit, um in die Gänge zu kommen. Jetzt allerdings kann er es mit der Nachbarpflanze schon aufnehmen. Und obwohl die Blütezeit eigentlich im Mai und Juni liegt, öffnet sich in diesen Tagen völlig unerwartet eine ganze Reihe der cremig weißen Einzelblüten. Es wird durchgeblüht – das scheint er sich wohl zu sagen!




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