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Es wird durchgeerntet


  15.01.2020 - Die ersten Schneeglöckchen schieben sich aus dem Boden, die Zaubernuss öffnet ihre Blüten. In unserem Garten wird aber nicht nur durchgeblüht.

Von den acht Hochbeeten, die der Gärtner und Koch unserer Familie bewirtschaftet, speist sich in diesen Winterwochen immer noch der Speiseplan. Der letzte Grünkohl ist für eine deftige Mahlzeit geerntet worden. Im Gewächshaus sind Rote Beete, Kartoffeln, Mohrrüben und Sellerie für allerlei Gerichte eingekellert. Ob Rote-Beete-Carpaccio oder einen wärmenden Borretsch, ob Krautsalat mit Mohrrüben oder Sellerie-Schaumsüppchen – die klassischen Wintergemüse lassen sich zu vielerlei Gerichten verarbeiten. Mein absoluter Favorit sind in diesen Wochen aber Salate. Salate? Dafür genügt ein Gang in den nahen Küchengarten. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala liegt Feldsalat, der in diesem Winter ein ganzes Hochbeet bevölkert. Er ist aufgrund seines hohen Anteils an Vitamin E ein ideales Anti-Aging-Mittel, enthält viel Vitamin C und ist dank seiner üppigen Portion an Vitamin A auch gut für das Sehvermögen und eine gesunde Haut. Sozusagen eine Vitaminbombe! Doch der Küchengärtner meines Vertrauens schwört darüber hinaus auf Asia-Salate. Junge Blätter sind Zutaten für köstliche Salate, ausgewachsene Pflanzen einsetzbar als Suppeneinlage. Sie können gedünstet, gebraten oder zum Umwickeln anderer Speisen genutzt werden. Gegenüber anderen Salatkollegen halten es Sorten wir ‘Mizuna’, ‘Green in Snow’ oder ‘Red Giant’ verlässlich noch bei Minustemperaturen in unseren Gärten aus. Alle Varianten bringen einen mildwürzigen bis hin zu senfartigem Geschmack ins eigene Essen. Favorit meines Mannes ist in diesem Winter allerdings die Italienische Rauke (Rucola coltivata), die mit einer Saatgutmischung vom Biogartenversand Hof Jeebel erstmals in unseren Garten kam. Was die Inhaltsstoffe angeht, so ist die Rauke dem Feldsalat ähnlich. Das Kreuzblütengewächs kennen bestimmt alle, die mediterrane Küche mögen. Ich kann an dieser Stelle gar nicht alle Vitamine aufzählen, die dem Menschen gut tun. Darüber hinaus ist der Salatklassiker mit nussigem Geschmack auch noch leicht anzubauen und verträgt einigen Frost. Die Palette an Frischem aus dem Garten ist damit noch nicht erschöpft. Für das tägliche Abendessen lassen sich außerdem noch Petersilie, Pfefferminze und mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Thymian einsammeln. Es wird durchgeerntet – Gärtnerherz, was willst Du mehr?




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Sonntagsgrün  |  Beate Schöttke-Penke  |  Alte Dorfstraße 5  |  19069 Drispeth  |  Telefon: 03867-6508  |  E-Mail: info@sonntagsgruen.de