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Roter Rosenkohl und nackt gärtnern?


  26.03.2020 - Es heißt ja immer, im Garten könne man sich voll ausleben. Hier könne man genau das tun, wonach einem zumute ist. Seinen Geschmack, seine Vorlieben ausleben. So verwundert es nicht, dass Gärten ganz verschieden daher kommen.

Die einen versammeln Gartenzwerge in ihrem Refugium, andere lassen Modelleisenbahnen entlang der Beete fahren oder schmücken – wie zwei, drei Dörfer entfernt von uns – mit ausrangierten Bahnsignalen die grüne Oase. Viele Gartenbesitzer lieben es, alte Fenster oder Türen mit klugen Sprüchen zu einem zweiten Leben zu erwecken. Rostiges wird skulptural in den Garten eingefügt oder als Pflanzgefäß genutzt. Eine kuriose Note kann der Garten auch dadurch bekommen, dass man sich an ausgefallenen Gemüsesorten versucht. Wer Rosenkohl mag, kann beispielsweise die rote Variante ‘Red Bull’ anbauen, die sogar nach dem Kochen ihre Farbe behält. Wer meint, Tomatensorten müssten immer rot sein, kennt die grün-gelb-gestreifte Variante ‘Green Zebra’ noch nicht. Auch wer Kürbisse erntet, die gerade noch in den Kofferraum passen, kann sich des ungläubigen Staunens Anderer sicher sein. Auch Riesen-Sonnenblumen oder skurril geformte Tomaten, Kartoffeln, Pflaumen, Mohrrüben empfinden wir oft als kurios.
Geht es um Gärten, schauen wir Deutschen ja gerne über den Ärmelkanal. Auch beim Thema Kuriosität sind uns die Engländer einen Schritt voraus. Hier gibt es nämlich einen FKK-Garten. Ian und Barbara kauften 1994 in Malmesbury ein verfallenes Klostergebäude. Rosen, Hecken, Blumenbeete und einen Kräutergarten gibt es im dortigen „Abbey House Gardens“ wie andernorts auch. Doch weil sich das Paar dem Nudismus verschrieben hat, war der Schritt zur Nacktgärtnerei nicht weit. Besucher dürfen sich in dem Areal in Kleider gehüllt bewegen. Damit aber Nudisten-Besucher auch hier öfters die Hüllen ablegen können, haben die Gärtner den „Clothes Optional Day“ eingerichtet.
Das Nackt-Gärtnern ist übrigens nicht auf das England beschränkt. Seit 2004 gibt es alljährlich am 4. Mai den Welt-Nackt-Gärtnern-Tag. Er wurde 2005 vom amerikanischen Nude & Natural Magazin ins Leben gerufen. Nackt gärtnern, so deren Überzeugung, trage zum positiven Selbstbild bei. Wem all dies suspekt erscheint, der denke einfach an Adam und Eva. Auch sie waren nackt im Garten – zumindest bis sie vom Apfel des Baums der Erkenntnis gekostet haben!
 




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