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Die Kolumne "Wenn ich in den Beeten hocke"
von  Beate Schöttke-Penke finden Sie immer
sonnabends in der Schweriner Volkszeitung.

 

Es wird sich durchgefreut


  vom 16.04.2019 - Kürzlich war ich in einen Garten eingeladen, dessen Gärtner ich sehr, sehr schätze. Gleich am Eingang zu seinem Gehöft erwartete uns Gäste ein Traum in Blau.

Unter lichten Bäumen war eine ganze Wiese von Puschkinien, Scillas und Krokussen erblüht. Bei unserem späteren Gartenrundgang konnten wir besondere Lungenkräuter, exquisite Lenzrosen, die sich wohl zu Hunderten überall ausgesät hatten, und frisch gesetzte Narzissen bestaunen. Beim Nachhausekommen erinnerte ich mich an frühere Zeiten, als ich aus eben jenem Garten zurück kam und zutiefst deprimiert war. Denn im Vergleich zum besuchten Garten blühte bei mir gefühlt gar nichts. Inzwischen ist das etwas anders. Stück für Stück ist in den letzten Jahren mein Bestand an Frühjahrsblühern gewachsen. Im letzten Jahr bekam ich von Brigitte W. eine ganze Kiste an Schneeglöckchen geschenkt, in diesem Jahr von Birgit L. ein dickes Paket Waldlilien, das in drei Pflanzen geteilt in diesen Tagen blüht. Meinen Bestand an weiß, rot und blau blühenden Lungenkräutern mit unterschiedlich gefleckten Blättern hat meine Staudengärtnerfreundin gerade um eine weitere Gabe ergänzt und an der Hecke zum Küchengarten erblüht in diesen Tagen verlässlich die Frühlingsplatterbse, die ich vor Jahren von einer Gadebuscherin geschenkt bekam. In die Erde gebracht habe ich gerade zehn unterschiedliche Buschwindröschen, deren Schönheit ich im letzten Jahr in einem niederländischen Garten bestaunen konnte. Von der Sarastro-Staudengärtnerei von Christian Kreß in Oberösterreich habe ich mir nun die schönsten Exemplare schicken lassen. Die Lenzrosen-Sämlinge von Karin B. sind zu stattlichen Pflanzen herangewachsen und haben blühend das sorgfältige Umpflanzen schadlos überstanden. Natürlich habe ich im letzten Herbst auch wieder Hunderte Blumenzwiebeln in meinen Gartenboden eingebracht. Die ersten Tulpen beginnen dieser Tage im Vorgarten zu blühen. Doch besonders erfreuen mich hier meine allerersten Kaiserkronen, die H. und A. R. aus Grevenhagen im letzten Herbst aus ihrem Garten weiter gaben.
Unter Gärtnern kursiert ja der von Karl Foerster formulierte Anspruch „Es wird durchgeblüht“. In diesen Tagen erschließt sich mir eine Dimension des Satzes, den ich so noch gar nicht wahrgenommen hatte. Mit dem Durchblühen ist nämlich auch ein Durchfreuen verbunden. Und welcher Gärtnerin, welchem Gärtner würde nicht das Herz aufgehen bei der Vorstellung: Es wird sich durchgefreut!
 

 

Archiv dieser Saison


Ein Blühstreifen an der Bundesstraße

08.04.2019 - Meine Freundin wohnt an einer Bundesstraße. Ihr Gehöft ist umgeben von Äckern, die intensiv bewirtschaftet werden. Das trägt – wie wir wissen – leider nicht zum Insekten- und Vogelreichtum in der unmittelbaren Umgebung bei.

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Das Wesen des Gartens

30.03.2019 - Kürzlich las ich: Das Wesen des Gartens liegt in seinem Potential! Genau das schätze ich am Gärtnern: Heute noch nicht wissen, was man morgen draus machen kann und will. Ein Beispiel gefällig?

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Eine Gartenliebe in Ostwestfalen

25.03.2019 - Ich bin ja eine Frau des Wortes und auch der Bücher. Der Erkenntnis, dass eigentlich schon genug Gartenbücher in meinem Regal stehen, kommt leider immer wieder meine Leseleidenschaft in die Quere.

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Einkauf im Blütenreich

18.03.2019 - Zu den Freuden der Gärtnerin am Ende des Winters gehört, auf Märkten das eine oder andere Pflanzenschätzlein zu erwerben. So kaufte ich mir kürzlich einen Hohen Lerchensporn (Corydalis ophiocarpa).

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Von Glöckchen, die früh aufstehen

11.03.2019 - Ein Garten ohne Schneeglöckchen ist möglich, aber sinnlos. Diesem Satz, den ich dieser Tage las, kann ich nur zustimmen.

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Abschied von einem Irrtum

03.03.2019 - Ich freu‘ mich schon so auf unsere England-Reise! Astrid P. aus Plate strahlt mich bei unserer Begegnung an.

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Kennt Ihr eigentlich die Wunderbeere?

25.02.2019 - Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen. Da geht es dem zweitgeborenen Sohn nicht anders als anderen Menschen.

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Eiertanz ums Wetter

18.02.2019 - Nein, wir werden heute nicht die Küche malern. Zwar zeigt der Kalender erst Mitte Februar an, doch die Meteorologen haben die ersten Frühlingstage angekündigt. Sonne pur, dazu Temperaturen im zweistelligen Bereich. Die Gärtnerin in mir jubiliert!

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Von Dachziegeln und Schiefertafeln

12.02.2019 - Auch wenn ich noch nicht alle großen Gärten dieser Welt gesehen habe, eine ganze Menge der kleinen Gärten schon.

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Vom Finden der Themen

30.01.2019 - „Ich weiß schon, über was Du in Deiner nächsten Kolumne schreibst.“, sagt mein Mann. Und erzählt mir über das Buch „Der kleine Gartenversager“, das im März dieses Jahres im Aufbau-Verlag erscheinen wird.

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Pflanz doch dieses Etikett

29.01.2019 - Auch eine Gärtnerin braucht mal Tapetenwechsel. Und so führte mich mein Weg in den Adventswochen in die Lübecker Altstadt. Dort stieß ich bei einem Einkauf auf das Label „Shirts for Life“.

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Im Garten der Sprache

28.01.2019 - Wenn Nicole Häflinger nur Eines aus ihrem Garten behalten dürfte, würde sie den Murmel wählen. Der ist der zweitgeborene ihrer Komposthaufen.

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Gräser halten die Stellung

21.01.2019 - Dieser Tage führte mich mein Weg über den Grunthal-Platz in Schwerin. Als Gärtnerin habe ich gern einen Blick auf das Grün in der Stadt und es freut mich, wenn mein Auge erfreut wird. In diesem Fall war es die Bepflanzung rund um die Brunnenanlage.

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